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Musikwissen­schaftliche Editionen

Die Akademie koordiniert und fördert musikwissenschaftliche Editionen bedeutender Komponisten für Forschung und Praxis.

Hintergrundinformationen

Vertreten durch die Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz koordiniert die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften im Rahmen der Gemeinschaftsfinanzierung des Bundes und der Länder derzeit 17 langfristige musikwissenschaftliche Editions- und Dokumentationsvorhaben, die mit 8,4 Mio. Euro jährlich finanziert werden. In diesen Langzeitprojekten arbeiten 2026 hauptamtlich etwa 100 wissenschaftliche Mitarbeiter:innen in 25 Arbeitsstellen, die über 10 Bundesländer verteilt sind. Zu den meisten Editionen tragen daneben externe Bandherausgeber:innen bei, die in enger Verbindung mit den hauptamtlichen Beschäftigten in den Editionsstellen stehen.

Im Mittelpunkt der Arbeiten der Editionsstellen stehen in der Regel Gesamtausgaben bedeutender Komponisten, wie z.B. Brahms, Händel, Mendelssohn, Schubert, Strauss und Weber. Sie sind für Wissenschaft und Praxis bestimmt und stellen mit den neuesten historisch-kritischen Methoden Notenmaterial zur Verfügung, das neben Autographen, Erstdrucken usw. das überlieferte Quellenmaterial möglichst umfassend berücksichtigt und teilweise auch verschiedene Fassungen oder Skizzen enthält. In den Vorworten und in den so genannten Kritischen Berichten wird außerdem über die Entstehungs- und Aufführungsgeschichte des jeweiligen Werkes berichtet, die Quellenlage dargestellt und Rechenschaft abgelegt über die Einzelentscheidungen der Herausgeber:innen. Das Resultat der Arbeit ist eine Werkedition, die der musikalischen Praxis unmittelbar zugänglich ist und zugleich alles darstellt, was nach dem heutigen, im allgemeinen sehr weit entwickelten Stand der Quellenforschung und Quellenaufbereitung über ein Werk bekannt ist. Dadurch ergeben sich zum Teil erhebliche Unterschiede zu den alten, bereits im 19. Jahrhundert erschienenen Gesamtausgaben, auch weil sich die neuen Ausgaben zunehmend digitaler Editionsformen bedienen, wie z.B. die Max-Reger-Werkausgabe. Teil der Ausgaben sind häufig auch die Edition der Briefe, das Werkverzeichnis und Dokumentenbände, in denen Dokumente zu den Werken, zum Komponisten und seiner Umwelt oder zur Rezeption vorgelegt werden, während Vorhaben wie „Richard Wagner Schriften“ und „Robert Schumanns Poetische Welt“ sich dem schriftstellerischen Werk der Komponisten widmen und die hierzu erarbeiteten Erkenntnisse auf frei zugänglichen Online-Portalen präsentieren. Zunehmend werden editorische Standards auch auf Musik des 20. Jahrhunderts angewendet, wie z.B. bei der Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe und der Erich Wolfgang Korngold Werkausgabe, die ebenfalls einen großen digitalen Schwerpunkt aufweisen und von mehreren kooperierenden Akademien betreut werden.

Laufende musikwissenschaftliche Editionen

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Abgeschlossene musikwissenschaftliche Editionen

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Koordination musikwissenschaftlicher Editionen

Ausschuss für musikwissenschaftliche Editionen

Zur Koordinierung der musikwissenschaftlichen Editionen wurde 1976 ein Ausschuss für musikwissenschaftliche Editionen gegründet, der sich im Rahmen der Koordinierung auch mit projektübergreifenden Themen befasst und dazu Kolloquien veranstaltet. Über die Koordinierungsaufgaben hinaus hat der Ausschuss die Aufgabe, die geldgebenden Stellen zu beraten. Dazu gehört, dass er Gutachten über bestehende und geplante Unternehmungen erstellt sowie Empfehlungen über die Neuaufnahme, Fortführung, Erweiterung, Einschränkung oder Beendigung eines Editionsvorhabens vorlegt. Der Ausschuss überprüft außerdem Anträge, Arbeitsberichte und Haushaltsvoranschläge der Editionsstellen.

Der Ausschuss besteht aus dem/der Vorsitzenden der Union, dem/der Präsident:in der federführenden Akademie oder einem/r von ihnen bestimmten Vertreter:in und je einem von einer Akademie benannten Mitglied der in der Union zusammengeschlossenen Akademien. Er kann bis zu drei keiner Akademie angehörende anerkannte Musikwissenschaftler:innen kooptieren. Mitglied kraft Amtes ist der/die jeweilige Präsident:in der Gesellschaft für Musikforschung.

Mitglieder (Stand: 1. Januar 2026)

Prof. Dr. Albrecht Riethmüller (Berlin) für die Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz (Vorsitzender)

Prof. Dr. Matthias Brzoska (Essen) für die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften
Prof. Dr. Dr. h.c. Gernot Gruber (Wien) als kooptiertes Mitglied für die Österreichische Akademie der Wissenschaften
Prof. Dr. Jürgen Heidrich (Münster) für die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Prof. Dr. Ulrich Konrad (Würzburg) für die Bayerische Akademie der Wissenschaften
Prof. Dr. Silke Leopold (Heidelberg) für die Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Markschies (Berlin) als Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Prof. Dr. Panja Mücke (Mannheim) als Präsidentin der Gesellschaft für Musikforschung
Prof. Dr. Siegfried Oechsle (Kiel) für die Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Prof. Dr. Klaus Pietschmann (Mainz) als kooptiertes Mitglied
Prof. Dr. Andrea Rapp (Darmstadt / Mainz) als Präsidentin der federführenden Akademie
Prof. Dr. Dörte Schmidt (Berlin) für die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt (Heidelberg) für die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Publikationen

Weitere Publikationen

Rechtsprobleme musikwissenschaftlicher Editionen

Heinrich Hubmann (Hrsg.), Rechtsprobleme musikwissenschaftlicher Editionen (Schriften zum gewerblichen Rechtsschutz, Urheber- und Medienrecht 3) [Ein Kolloquium des Ausschusses für musikwissenschaftliche Editionen der Konferenz der Akademien in der Bundesrepublik vom 15.11.1980 in Mainz], München: J. Schweitzer Verlag 1982

Abhandlungen der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse

Transkription und Fassung in der Musik des 20. Jahrhunderts.

Beiträge des Kolloquiums in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, vom 5. bis 6. März 2004, herausgegeben von Gabriele Buschmeier, Ulrich Konrad und Albrecht Riethmüller im Auftrag des Ausschusses für musikwissenschaftliche Editionen der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (Abhandlungen der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Klasse Jg. 2008, Nr. 2), Mainz, Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2008 - Inhaltsverzeichnis; Rezension: DIE TONKUNST, April 2009

Komponistenbriefe des 19. Jahrhunderts.

Bericht des Kolloquiums Mainz 1994, herausgegeben von Hanspeter Bennwitz, Gabriele Buschmeier und Albrecht Riethmüller im Auftrag des Ausschusses für musikwissenschaftliche Editionen der Konferenz der deutschen Akademien der Wissenschaften (Abhandlungen der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Klasse Jg. 1997, Nr. 4), Mainz, Stuttgart: Franz Steiner Verlag 1997

Opera incerta. Echtheitsfragen als Problem musikwissenschaftlicher Gesamtausgaben.

Kolloquium Mainz 1988. Bericht im Auftrag des Ausschusses für musikwissenschaftliche Editionen der Konferenz der deutschen Akademien der Wissenschaften in der Bundesrepublik Deutschland, herausgegeben von Hanspeter Bennwitz, Gabriele Buschmeier, Georg Feder, Klaus Hofmann und Wolfgang Plath (Abhandlungen der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Klasse Jg. 1991, Nr. 11), Mainz, Stuttgart: Franz Steiner Verlag 1991

Veranstaltungsarchiv

In Kooperation mit dem Landtag Rheinland-Pfalz und dem Landesmusikrat Rheinland-Pfalz fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Musik im Landtag“ von 2001 bis 2022 jährlich bzw. alle zwei Jahre ein Gesprächskonzert im Plenarsaal des Landtags statt, bei dem Projekte der Musikwissenschaftlichen Editionen präsentiert werden. 

Konzertveranstaltungen in Zusammenarbeit mit den musikwissenschaftlichen Vorhaben werden nun im Kammermusiksaal der Mainzer Akademie fortgeführt.

Termine künftiger Veranstaltungen finden Sie im Kalender der Akademie.

Aktuelle Veranstaltungen finden

Musik im Landtag

29. Juni 2022 
Musik im Landtag: „Der doppelte Taucher – Schubert-Lieder in mehreren Fassungen“ 
Moderation: Prof. Dr. Thomas Seedorf 

29. Mai 2018 - AUSFALL (wegen Erkrankung des Pianisten; Nachholtermin: 16. Oktober 2018 im Plenarsaal der Akademie)
So alt wie die Republik. Bernd Alois Zimmermann zum 100. Geburtstag
Moderation: Prof. Dr. Dörte Schmidt

23. Mai 2017
Musikalischer Populismus? Volkslieder und nationale Stilelemente in Carl Maria von Webers Kammermusik
Moderation: Dr. Markus Bandur und Frank Ziegler

5. Juli 2016
Ludwig van Beethoven – Einblicke in die Komponisten-Werkstatt
Moderation: Maja Hartwig und Prof. Dr. Bernhard R. Appel sowie Dr. Elisa Novara und Prof. Dr. Joachim Veit

23. Juni 2015
Der junge Brahms und das Klavier
Moderation: Dr. Michael Struck und Dr. Katrin Eich

3. Juni 2014
Gluck 300 Jahre | 1714–2014
Moderation: Prof. Dr. Klaus Pietschmann

28. Mai 2013
Parodie und Zitat im Musiktheater
Moderation: Prof. Dr. Thomas Betzwieser

26. Juni 2012
Musik aus Schumanns frühen Studien- und Skizzenbüchern
Moderation: Dr. Matthias Wendt

7. Juni 2011
Franz Schubert - Mehrstimmige Gesänge mit Klavier
Moderation: Prof. Dr. Walther Dürr

15. Juni 2010
Telemann-Abend anlässlich des Erscheinens der Neuausgabe der Â»Essercizii Musici«
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann

16. Juni 2009
Opernarien von Georg Friedrich Händel
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann

10. Juni 2008
Komponistenportrait Max Reger
Moderation: Prof. Dr. Susanne Popp

19. Juni 2007
Schönbergs Â»Gurre-Lieder« als Liederzyklus
Moderation: Dr. Ulrich Krämer

13. Juni 2006
Joseph Haydn - Schottische Lieder
Moderation: Dr. Armin Raab und Dr. Andreas Friesenhagen

8. März 2005
Blumenlese aus dem Â»Erbe deutscher Musik«
Moderation: Prof. Dr. Martin Staehelin

3. Februar 2004
Musikalische Neuentdeckungen aus dem 16. und frühen 17. Jh.
Moderation: Dr. Harald Heckmann und Klaus Keil

11. November 2003
Wagner Abend
Moderation: Dr. Egon Voss und Dr. Peter Jost

30. April 2002
Gluck-Abend
Moderation: Prof. Dr. Christoph-Hellmut Mahling

26. Juni 2001
Weber-Abend
Moderation: Prof. Dr. Gerhard Allroggen

Workshop „Rechtsprobleme musikwissenschaftlicher Editionen“, 2010

Der Workshop wurde ausgerichtet von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, in Verbindung mit dem Ausschuss für musikwissenschaftliche Editionen und beschäftigte sich mit Rechtsproblemen musikwissenschaftlicher Editionen, die sich infolge des Wandels der Arbeitsmethoden und bei elektronischer Erschließung von stetig wachsenden Informationsbeständen zunehmend ergeben. Die musikwissenschaftlichen Editionsvorhaben befinden sich – wie der gesamte Wissenschaftssektor – in einer Phase der Neuausrichtung. Dabei kommt insbesondere auch der Verwertung von Digitalisaten und deren inhaltlicher Erschließung durch Meta- und Strukturdaten eine entscheidende Bedeutung zu. Ziel des Workshops war es, alle in diesem Zusammenhang für die musikwissenschaftlichen Vorhaben spezifischen rechtlichen Fragen zu erörtern und vor allem für interessierte Musikwissenschaftler und Musikbibliothekare eine Diskussions- und Informationsplattform anzubieten, die auch die Auseinandersetzung mit speziellen Themen und die Diskussion individueller Fragestellungen erlauben sollte.

Programm

10:00Begrüßung: Prof. Dr. Silke Leopold, Vorsitzende des Ausschusses für musikwissenschaftliche Editionen
10:10Rechtsprobleme musikwissenschaftlicher Editionen im Web 2.0 RA Prof. Dr. Rupert Vogel, Fachanwalt für IT-Recht, Bartsch und Partner, Karlsruhe
10:50….aus der Praxisperspektive Prof. Dr. Joachim Veit, Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe, Detmold 
11:30Rechtliche Probleme der Verfügbarmachung digitalisierter Musikalienbestände im Internet Armin Talke, Fachreferent für Rechtswissenschaft, Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
12:10… aus der Praxisperspektive Prof. Dr. Susanne Popp, Max-Reger-Auswahlausgabe, Karlsruhe 
12:50Gemeinsames Mittagessen in der Akademie
13:50Wissenschaftliche Ausgaben und Editiones Principes – Anmerkungen zu Theorie und Praxis Christian Krauss, VG Musikedition, Kassel
14:30… aus der Praxisperspektive Prof. Dr. Thomas Betzwieser, OPERA – Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen, Bayreuth
15:10Urheberrechtliche Belange in der Musikbibliothek: Beispiele zum Umgang mit Notendrucken und Musikhandschriften aus der alltäglichen Praxis Dr. Sabine Kurth, Bayerische Staatsbibliothek
15:50–16:15Schlussdiskussion
Kolloquium „Digitale Medien und Musikedition“, 2006

Die Bedeutung digitaler Medien für die kritischen Editionen großer Komponisten diskutierten Ende November etwa 75 Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, USA und Österreich. Das Kolloquium „Digitale Medien und Musikedition“ wurde vom Ausschuss für musikwissenschaftliche Editionen der Akademienunion und dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften der Universität Trier veranstaltet.

Die Tagung war in zwei Sektionen eingeteilt, denen ein abschließender Workshop folgte. Nachdem sich zunächst EDV-basierte literatur- und musikwissenschaftliche Projekte vorgestellt hatten, standen dann die Musikeditionen im Mittelpunkt: Anhand von ausgewählten Projekten wie der „Digitalen Mozart-Edition“ wurden Codierungsformen besprochen, aber auch die Erschließung neuer Quellen, Probleme bei der Datenspeicherung und -strukturierung sowie weitere technische Fragen diskutiert. In einem Workshop wurden die Perspektiven digitaler Editionen der Musikwissenschaft gemeinsam erläutert. Anhand ausgewählter EDV-basierter literatur- und musikwissenschaftlicher Projekte und Fachportale wie z.B. dem Heinrich-Heine-Portal und dem digitalen Beethoven-Archiv wurde zunächst eindrucksvoll demonstriert, welche digitalen Recherchemöglichkeiten es bereits gibt. Durch die ausgewählten Projekte wurde darüber hinaus deutlich, dass die Erschließung und Bereitstellung digitaler Fachinformationen – orientiert an aktuellen Erfordernissen von Wissenschaft und Forschung – inzwischen zu den zentralen Aufgaben beider Disziplinen gehört und dass sich Literatur- und Musikwissenschaftler mit ähnlichen Problemen und Fragen auseinandersetzen müssen, wenn es darum geht, Quellen und wissenschaftliche Materialien recherchierbar und dauerhaft verfügbar zu machen. Im Zentrum der Tagung stand dann das Thema „Digitale Musikedition“, das anhand von ausgewählten Projekten wie der "Digitalen Mozart-Edition" besprochen wurde. Neben Methoden und Techniken von Codierungsformen von Musik (z.B. MusicXML) standen im Mittelpunkt der Diskussion Fragen und Probleme im Zusammenhang mit der Erschließung neuer Quellen, der Datenspeicherung und –strukturierung sowie Datenhaltungsstandards und Möglichkeiten ihrer Anwendung bzw. Aufbereitung. In dem abschließenden Workshop ging es vor allem um mögliche gemeinsame Standards (TEI als Modell für MEI?), Werkzeuge und Formate sowie um Vernetzungsmöglichkeiten und Fragen zur Forschungsförderung, wobei sich die Teilnehmer darüber einig waren, dass internationale Kooperation und Austausch auf nationaler wie internationaler Ebene unabdingbar sind. Im Hinblick auf die Perspektiven digitaler Musikedition waren sich die Teilnehmer des Workshops darüber einig, dass die begonnenen Entwicklungen unbedingt koordiniert werden sollten, um Ressourcen zu bündeln und Synergieeffekte zu erzielen. Darüber hinaus wurde empfohlen, unter dem Dach der Akademienunion ein entsprechendes Forum bzw. eine Anlaufstelle zu etablieren sowie vor allem kleinere Arbeitsgruppen einzurichten, die sich nicht nur mit spezifischen Fragen und Problemen digitaler Musikedition auseinandersetzen und die Entwicklung auf diesem Gebiet vorantreiben sowie vor allem auch die Ergebnisse ihrer Arbeit weiter kommunizieren.

Programm

Sektion I: Vorstellung EDV-basierter literaturwissenschaftlicher und musikwissenschaftlicher Projekte

Leitung: Kurt Gärtner

Roland KamzelakHarry Graf Kesslers Tagebuch
Bernd Füllner, Christian LiedtkeDas Heinrich-Heine-Portal
Fotis JannidisVorstellung des Projekts TextGrid
Joachim VeitDigitale Edition von Musik als fachübergreifende Herausforderung
Justyna Hadyniak, Christoph Reuter, Michael OehlerImmer und überall erreichbar – Notenmanuskripte im Internet
Friederike GrigatDas digitale Archiv des Beethoven-Hauses
Dirk ScholzDas elektronische Angebot der BSB zur Musik
Josef FochtDas Bayerische Musiker-Lexikon-Online

Sektion II: Digitale Musikedition (Codierungsformen, Erschließung neuer Quellen, Datenspeicherung und -strukturierung)

Leitung: Joachim Veit

Stefan Morent, Gregor SchräderDigitale Edition mittelalterlicher Musik
Julia Craig-McFeelyDigital Image Archive of Medieval Music
Oliver HuckDigitale Edition der Musik vor 1600
Theodor DumitrescuCorpus Mensurabilis Musicae Electronicum
Frans WieringThesaurus musicarum italicarum
Uwe WolfVorstellung der Projekte Bach-Digital und Quellendatenbank Bach-Familie
Franz Kelnreiter, Ulrich LeisingerDie digitale Mozart-Edition (Folien)

Sektion II: Fortsetzung Digitale Musikedition (technische Fragen, mögliche Standards)

Leitung: Reinmar Emans

John Bradley, Gerhard Brey, Danae StefanouChopin’s First Editions Online project / Online Chopin Variorum Edition
Daniel RöwenstrunkDatenhaltungsstandards und Möglichkeiten ihrer Anwendung bzw. Aufbereitung
Tim CrawfordMethodologies and Technologies for Advanced Musical Score Encoding
Michael GoodMusicXML – Methodology and Technical Methods
Johannes KepperCodierungsformen von Musik

Workshop: Perspektiven digitaler Werk- und Texteditionen der Musikwissenschaft [Forschungsförderung, Standards (Text, Musik), Werkzeuge, Vernetzung]

Leitung: Kurt Gärtner, Thomas Burch, Joachim Veit

Kolloquium „Transkription und Fassung“, 2004

Programm

5./6. März 2004, Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
Freitag, 5. März 2004
Begrüßung
Clemens Zintzen, Präsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
Silke Leopold, Vorsitzende des Ausschusses für musikwissenschaftliche Editionen, Heidelberg
Notation, Text und offene Form in der Avantgarde-Musik des 20. Jahrhunderts als editorische Herausforderung
Einführung: Ulrich Konrad (Würzburg)
Dörte Schmidt (Stuttgart)
"Gesten des Schreibens". Die Fassungen von Cages 4'33'' als editorisches Problem 
Barbara Zuber (München)
Übermalungen, Überschreibungen, Neufassungen. Zur Problematik von Text und Prätext in Wolfgang Rihms Werk der 90er Jahre
Martin Supper (Berlin)
Sprachen der Elektroakustischen Musik und der Klangkunst 
Lydia Jeschke (Freiburg)
Live-Elektronik und andere Tücken. Grenzen des Notierten in Luigi Nonos Musik der 1980er Jahre 
Fassungen zwischen Transkriptivität und Performativität
Moderation: Albrecht Riethmüller (Berlin)
Detlef Altenburg (Weimar-Jena)
Die Praxis der Schauspielmusik und das Dilemma des Editors
Albrecht Riethmüller (Berlin)
Musik auf Tonband und im Film: Verlust der Fassung?
Ludwig Jäger (Köln)
Transkriptionsverhältnisse. Überlegungen zur Logik intra- und intermedialer Bezugnahmen in ästhetischen Diskursen 
Diskussion:
Detlef Altenburg (Weimar-Jena)
Erika Fischer-Lichte (Berlin)
Ludwig Jäger (Köln)
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Samstag, 6. März 2004
Fassungen in der Musik des 20. Jahrhunderts als Problem editorischer Praxis 
Einführung und Moderation: Gabriele Buschmeier (Mainz)
Ulrich Krämer (Berlin)
Dekonstruktion als Rekonstruktion: Schönbergs Gurre-Lieder als Liederzyklus 
Regina Busch (Wien)
Die Orchesterstücke von Berg und Webern 
Giselher Schubert (Frankfurt)
Mahagonny-Metamorphosen 
Wolfgang Rathert (München)
Über das verlorene Geburtsrecht der Musik – Möglichkeiten und Grenzen editorischen Handelns im Werk von Charles Ives (am Beispiel der Fassungen der ‚Concord Sonata') 
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Organisation:
Dr. Gabriele Buschmeier
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Musikwissenschaftliche Editionen
Telefon: (06131) 577 120
e-mail: Gabriele.Buschmeier@akademienunion.de

Weitere musikwissenschaftliche Vorhaben im Akademienprogramm

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