Aldous Huxley Zukunftsforum

Zentrales Akademie-Format für interdisziplinäre Debatten zu Zukunftsfragen – von KI über Bioethik, Migration, Bildung bis Freiheit.

Aldous Huxley, bedeutender Schriftsteller der Moderne, gesellschaftskritischer Visionär und Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz, inspiriert das Aldous Huxley Zukunftsforum. Es ist das zentrale Format der Akademie für die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, technologischen und ethischen Zukunftsfragen (hervorgegangen aus der Reihe Zukunftsfragen der Gesellschaft). Als strategisches Instrument deliberativer Politikberatung bündelt es Diskussionen, ohne normative Vorgaben zu formulieren, und setzt auf strukturierte Einordnung und öffentliche Deliberation. Der über alle Klassen und die Junge Akademie ausgerichtete Ansatz bringt Wissenschaftler:innen, Kulturschaffende, Vordenker:innen und Entscheidungsträger:innen zusammen; thematisch reicht das Spektrum von KI und Bioethik bis zu Migration, Bildung, Freiheit und Kontrolle.

Strategisches Format der Akademie

Das Aldous Huxley Zukunftsforum bildet das zentrale strategische Format der Akademie zur Reflexion gesellschaftlicher Zukunftsfragen. Schwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Ressourcen, Umwelt und Energie, Demokratie und gesellschaftliche Transformation, Stadtentwicklung, kulturelles Gedächtnis sowie Technologie und Digitalisierung. Es knüpft an die langjährig etablierte Reihe „Zukunftsfragen der Gesellschaft“ an, bündelt die bisherigen Aktivitäten und führt sie auf eine neue, klassenübergreifende und strategisch ausgerichtete Ebene. Ziel ist es, Entscheidungsträger:innen in Politik und Gesellschaft indirekt zu informieren und Orientierung zu bieten, ohne die institutionelle Unabhängigkeit oder die wissenschaftliche Neutralität zu gefährden.

Leitgedanken

Interdisziplinäre Perspektive
Ein zentrales Merkmal des Forums ist die interdisziplinäre Perspektive: Wissenschaft, Literatur und Musik werden einbezogen, wodurch ethische, technologische, gesellschaftliche sowie kulturelle Dimensionen komplexer Fragen beleuchtet werden. Literarische und musikalische Imaginationen eröffnen darüber hinaus zusätzliche Verstehenshorizonte, die über rein analytisches Wissen hinausgehen und kulturelle, ästhetische und ethische Aspekte systematisch berücksichtigen.

Klassenübergreifende Analyse
Das Besondere des Aldous Huxley Zukunftsforums liegt darin, dass gesellschaftliche Themenstellungen nun umfassend und klassenübergreifend bearbeitet werden. Dies beruht auf der Ansicht, dass keine der großen gesellschaftlichen Fragen aus der Perspektive nur einer Klasse oder gar Disziplin zufriedenstellend beantwortet werden können. Während frühere Veranstaltungen jeweils von einer Klasse vorbereitet wurden, ermöglicht das Zukunftsforum erstmals eine institutionell verankerte Perspektivenvielfalt aus Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Literatur und Musik. Dadurch können gesellschaftliche Herausforderungen in ihrer ganzen Breite, Tiefe und Ambivalenz analysiert werden.

Strukturelle Sicherung und Gremium
Zur strukturellen Absicherung dieses Ansatzes wurde ein klassenübergreifendes Akademiegremium „Zukunftsfragen der Gesellschaft“ eingerichtet, das Vertreter:innen aller Klassen der Akademie, Mitglieder der Jungen Akademie sowie bei Bedarf externe Expert:innen vereint. Unter dem Vorsitz der Präsidentin koordiniert das Gremium die strategische Themensteuerung, die Sicherung der Interdisziplinarität, die Qualität der Politikberatungsaktivitäten sowie die konkrete Konfiguration der jeweiligen Veranstaltungsinitiativen.

Politikberatung und gesellschaftliche Wirkung
Diese Form der Politikberatung erfolgt über öffentlichkeitswirksame Symposien, ergänzende Veranstaltungen und aufbereitete Ergebnisformate, die eng mit den bestehenden Kommunikationsstrukturen der Akademie verzahnt sind. Sie tragen dazu bei, die gewonnenen Erkenntnisse sichtbar, verständlich und strategisch wirksam in die gesellschaftliche Debatte einzubringen.

© Justin Peach

Hochkarätig besetztes Symposium „Wege aus der Polykrise“

Am Freitag, den 27. Februar 2026, fand an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz das Symposium „Wege aus der Polykrise: Mehr Prävention wagen“ aus der Veranstaltungsreihe „Aldous Huxley Zukunftsforum“ statt. Der Zusammenfluss von Klimawandel, wirtschaftlicher Unsicherheit, einem maroden Gesundheitssystem, militärischen Konflikten und zunehmendem Extremismus, verunsichert weite Teile der Bevölkerung. Ein Anlass für Prof. Dr. Klement Tockner (Mitglied der Akademie und Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) ein hochkarätiges Podium zusammenzustellen und die drängenden Fragen zu diskutieren.

Im Rahmen des Symposiums stand der Aspekt der Prävention als neuer Lösungsansatz für Krisen im Vordergrund. Dieser wurde in Impulsvorträgen und einer Podiumsdiskussion von den Referent:innen Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung), Prof. Dr. Gabriele Britz (Goethe-Universität), Prof. Dr. Markus Reichstein (Max-Planck-Institut für Biogeochemie), Prof. Dr. Iris Pigeot (Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie) und Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest (ifo Institut) unter der Moderation von Prof. Dr. Klement Tockner besprochen. Die Beteiligten präsentierten Perspektiven aus der Politologie, der Rechtswissenschaft, der Biogeochemie, der Medizin und der Ökonomie, die interdisziplinär diskutiert wurden. 

Im Vordergrund standen systemische und präventive Lösungsansätze, Frühwarnsysteme, innovative Marktmechanismen sowie eine zielgerichtete Kommunikation. Bislang scheint »Schädigen – dann wiederherstellen« das vorherrschende Prinzip beim Krisenmanagement zu sein. Im Umweltschutz etwa fließen von jährlich rund 80 Milliarden Euro ganze 94 Prozent in Abfall- und Abwasserwirtschaft sowie die Beseitigung von Umweltschäden – also in nachträgliche »Aufräumarbeiten«. Ähnlich im Gesundheitswesen: 94 Prozent der Mittel werden für Behandlung aufgewendet – Vorsorge und Prävention bleiben stark unterfinanziert.

© Justin Peach
© Justin Peach
© Justin Peach
© Justin Peach

Im Rahmen des Symposiums stand der Aspekt der Prävention als neuer Lösungsansatz für Krisen im Vordergrund. Dieser wurde in Impulsvorträgen und einer Podiumsdiskussion von den Referent:innen Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung), Prof. Dr. Gabriele Britz (Goethe-Universität), Prof. Dr. Markus Reichstein (Max-Planck-Institut für Biogeochemie), Prof. Dr. Iris Pigeot (Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie) und Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest (ifo Institut) unter der Moderation von Prof. Dr. Klement Tockner besprochen. Die Beteiligten präsentierten Perspektiven aus der Politologie, der Rechtswissenschaft, der Biogeochemie, der Medizin und der Ökonomie, die interdisziplinär diskutiert wurden. 

Veranstaltungen

Alle anzeigen

Weitere Themenfelder entdecken