Vier neue Mitglieder in die Akademie der Wissenschaften und der Literatur gewählt

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published on 30. April 2025

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur hat vier neue Mitglieder aufgenommen. Zu den ordentlichen Mitgliedern zählen nun die Mittelalter-Historikerin Julia Burkhardt, die Polymerchemikerin Katharina Landfester, der Kunsthistoriker Manfred Luchterhandt und der Autor Steffen Popp.

Prof. Dr. Julia Burkhardt, geboren 1984, ist seit 2020 Professorin für Geschichte des Mittelalters unter besonderer Berücksichtigung des Spätmittelalters an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach ihrer Habilitation im Jahr 2018 war sie von 2019 bis 2020 stellvertretende Forschungsstellenleiterin der Forschungsstelle ›Klöster im Hochmittelalter‹ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 2019/20 vertrat sie die Professur für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Bonn. Von 2008 bis 2011 koordinierte sie das DFG-Schwerpunktprogramm ›Integration und Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter‹. Forschungsaufenthalte führten sie nach Polen, Tschechien und in die USA. Sie ist ordentliches Mitglied der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse.

Prof. Dr. Katharina Landfester, geboren 1969, ist seit 2008 Direktorin am Max-Planck-Institut für Polymerforschung. Von 2003-2008 war sie Professorin für Makromolekulare Chemie an der Universität Ulm. 2022 gründete sie das Startup ›Lignilabs‹ mit, das an der Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten an Nutzpflanzen arbeitet. Sie blickt auf eine langjährige Erfahrung in verschiedensten universitären und außeruniversitären Institutionen zurück, beteiligte sich an der Organisation mehrerer wissenschaftlicher Konferenzen und erhielt bereits eine Vielzahl von Preisen und Stipendien. Landfester veröffentlichte bisher über 600 Artikel in Fachzeitschriften und hält 50 Patente, was eine bemerkenswerte Bilanz ist. Sie ist ordentliches Mitglied der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse.

Prof. Dr. Manfred Luchterhandt, geboren 1966, ist seit 2011 Professor für Kunstgeschichte an der Universität Göttingen, mit einem besonderen Schwerpunkt in der transkulturellen Mediävistik. Zuvor arbeitete er viele Jahre am Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom und vertrat 2009/10 den Lehrstuhl für Christliche Archäologie an der Universität Erlangen. Für seine Dissertation erhielt er 1998 die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft. Zahlreiche Stipendien und Fellowships führten ihn nach Washington, D.C., Rom, New York und in die
Länder des östlichen Mittelmeerraums. Darüber hinaus wirkte Manfred Luchterhandt an mehreren internationalen Ausstellungen mit. Er ist ordentliches Mitglied der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse.

Steffen Popp, geboren 1978, zählt zu den meistbeachteten Lyrikern der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Für sein Werk erhielt er u. a. den Peter-Huchel-Preis (2014), den Rom-Preis der Villa Massimo (2015) und die Thomas-Kling-Poetikdozentur (2022). Im literarischen Feld ist Popp bestens vernetzt. Mit Ann Cotten, Daniel Falb, Hendrik Jackson und Monika Rinck veröffentlichte er die Maßstäbe setzende Poetik der Gegenwartslyrik ›Helm aus Phlox‹. Herausgaben wie die Anthologie ›SPITZEN‹ und der Elke Erb gewidmete Band der Edition ›Text+Kritik‹ weisen ihn als hervorragenden Kenner dieser Lyrik aus. Er übersetzte die Lyrik von Elisabeth Bishop und Ben Lerner aus dem Englischen. 2025 promovierte er über das Essayistischwerden von Gedichten nach 2000. Er ist ordentliches Mitglied der Klasse der Literatur und der Musik.

Pressemitteilung

© Astrid Garth