Drei neue Mitglieder in die Akademie der Wissenschaften und der Literatur gewählt

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published on 09. January 2025

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur hat drei neue Mitglieder aufgenommen. Zu ordentlichen Mitgliedern
zählen nun der Mathematiker Benjamin Gess und der Physiker Matthias Schott. Der katholische Theologe und Kirchenhistoriker
Christoph Nebgen wurde zum korrespondierenden Mitglied gewählt.


Prof. Dr. Benjamin Gess, Jahrgang 1983, ist seit 2024 Professor für Stochastische Analysis an der Technischen Universität
Berlin. Davor hatte er eine Professur in Bielefeld inne. Er studierte Mathematik und Informatik an der Universität
Bonn, danach Mathematik an der University of Warwick und ist seit 2016 Leiter einer Forschungsgruppe am
Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften. 2023 gewann er einen ERC Consolidator Grant.
Gess ist Mitherausgeber von sieben Fachzeitschriften, einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt auf stochastischen
und deterministischen partiellen Differentialgleichungen. Er ist ordentliches Mitglied der Mathematisch-naturwissenschaftlichen
Klasse.


Prof. Dr. Christoph Nebgen, Jahrgang 1975, hat seit April 2022 die Professur für Kirchengeschichte an der Goethe-
Universität Frankfurt inne. Dort ist er zugleich Leiter der Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg.
Davor war er Professor für Kirchen- und Theologiegeschichte an der Universität des Saarlandes. Seine Dissertation,
die er 2006 summa cum laude an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz abschloss, wurde mit dem Martin-
Behaim-Preis der Forschungsstiftung für Europäische Globalgeschichte ausgezeichnet und erfuhr international große
Beachtung. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte der christlichen Mission in Südamerika. Er ist korrespondierendes
Mitglied der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse.


Prof. Dr. Matthias Schott, Jahrgang 1979, hatte von 2013 bis 2023 eine Lichtenberg-Professur und eine Professur
für Experimentelle Teilchenphysik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz inne. Seit 2024 ist er Professor für
Experimentelle Teilchen- und Astroteilchenphysik an der Universität Bonn. Nach seinem Physik-Studium in Erlangen
und Cambridge und seiner Promotion in München forschte er vier Jahre lang am Europäischen Forschungszentrum
CERN. Dort beteiligte er sich am ATLAS-Experiment sowie am OSQAR- und FASER-Experiment. Außerdem war
er leitender Wissenschaftler im Exzellenzcluster PRISMA und PRISMA+ an der Universität Mainz und konzipierte
dort den Studiengang Angewandte Physik. Er ist ordentliches Mitglied der Mathematisch-naturwissenschaftlichen
Klasse.

 

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