Akademiemitglied Ursula Krechel wird mit dem Martha-Saalfeld-Preis 2025 geehrt

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veröffentlicht am 04. Dezember 2025

Für ihr literarisches Gesamtwerk wurde die Autorin Ursula Krechel mit dem diesjährigen Martha-Saalfeld-Preis ausgezeichnet. Bei der feierlichen Verleihung am 1. Dezember 2025 um 19:00 Uhr im Alten Kaufhaus in Landau übergab Staatssekretär Jürgen Hardeck den Preis, in Vertretung der rheinland-pfälzischen Kulturministerin Katharina Binz. Die Laudatio hielt Petra Plättner, ehemalige Referentin der Klasse der Literatur und der Musik der Akademie der Wissenschaften und der Literatur.

»Mit der Verleihung des diesjährigen Martha-Saalfeld-Preises schließt sich ein Kreis, denn Ursula Krechel gehörte 1994 zu den Trägerinnen und Trägern des in jenem Jahr erstmals ausgelobten Martha-Saalfeld-Förderpreises. In diesem Jahr zeichnen wir nun eine der bedeutendsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur mit dem Hauptpreis aus«, sagte Staatssekretär Hardeck. »Ursula Krechel rückt in ihren Werken oft wenig beachtete Perspektiven historischer Ereignisse in den Mittelpunkt. Mit präziser Sprache verleiht sie dabei Menschen und ihren Schicksalen eine Stimme. So vereint ihr Gesamtwerk dichterischen Anspruch mit gesellschaftlicher Relevanz«.

Ursula Krechel, Jahrgang 1947, veröffentlichte eine Vielzahl von Gedichtbänden, Prosawerken, Hörspielen und Essays. Zuletzt erschien ihr Roman ›Sehr geehrte Frau Ministerin‹ (2025). Krechel erhielt für ihr Werk und ihr Engagement zahlreiche Preise, darunter den Joseph-Breitbach-Preis (2009), den Deutschen Buchpreis (2012), den Jean-Paul-Preis (2019), den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (2020) und den Georg-Büchner-Preis (2025). Sie ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Akademie der Künste Berlin.

Benannt ist der Preis nach der 1898 in Landau geborenen und 1976 in Bad Bergzabern gestorbenen Lyrikerin, Erzählerin und Dramatikerin Martha Saalfeld. Das Land Rheinland-Pfalz vergibt den Preis jährlich in Kooperation mit der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) an Autorinnen und Autoren aus Rheinland-Pfalz, deren literarisches Werk über die Landesgrenzen hinaus Beachtung findet. Der Preis ist mit 8.000 € dotiert. 

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