Verstorbene Mitglieder

Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes Fried

geb. 23. Mai 1942 – gest. 17. Januar 2026

Expertise: Geschichtswissenschaften

Geistes- und sozialwissenschaftliche Klasse

Kontakt

Anschrift
Historisches Seminar
Johann Wolfgang Goethe-Universität
60629 Frankfurt am Main
Telefon
069/798-32426
Fax: 06221/181560
E-Mail

Zur Person

Curriculum Vitae
  • geb. 23.5. 1942 in Hamburg, studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften in Heidelberg
  • 1970 in Heidelberg promoviert ("Die Entstehung des Juristenstandes im 12. Jahrhundert. Zur sozialen und politischen Bedeutung gelehrter Juristen in Bologna und Modena")
  • 1977 Habilitation mit der Arbeit "Der päpstliche Schutz für Laienfürsten. Die politische Geschichte des päpstlichen Schutzprivilegs für Laien (11.-13. Jahrhundert)."
  • 1980 Professur in Köln
  • seit 1983 Professur für mittelalterliche Geschichte am historischen Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität
  • 1995/96 Visiting Fellow am Institute for Advanced Study, Princeton
  • 1996 bis 2000 Vorsitz des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands
  • Seit Gründung 1998 leitet er als Sprecher das interdisziplinäre DFG-Forschungskolleg "Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel"
  • Mitglied im Internationalen Graduiertenkolleg "Politische Kommunikation von der Antike bis in 20. Jahrhundert"
  • In jüngster Zeit hat er sich besonders für die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Psychologie, Neuro-Wissenschaften und Geschichte eingesetzt und zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen initiiert, darunter ein in Deutschland einzigartiges, von der DFG gefördertes, Projekt, das die Zusammenarbeit von Entwicklungspsychologie und Geschichtswissenschaft institutionalisiert.

Kompetenzen:
 

  • Geschichte des Früh- und Hochmittelalters, mittelalterliche Geistes- und Ideengeschichte, Bildungsgeschichte, Vorstellungsgeschichte, Geschichte der Universitäten und Schulen, Geschichte des Papsttums, Sozialgeschichte, methodologische Fragen zur Gedächtnis- und Erinnerungskritik, inderdisziplinäre Probleme zwischen Geschichtswissenschaft und neuer Kognitionsforschung, Geschichte der Geschichtswissenschaften, Geschichtswissenschaft im Georgekreis, Mittelalterrezeption in der Moderne

Gremien- und Juryzugehörigkeit:

  • 1996-2000 Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands
  • Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica, der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien, der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, des "Centrum medievistických studií" der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik und Ehrenmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaft in Budapest
  • Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Historischen Zeitschrift und Mitherausgeber des Deutschen Archivs zur Erforschung des Mittelalters
  • Vorsitzender der Deutschen Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
Auszeichnungen
  • Für sein Werk "Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024" (Berlin 1994) erhielt er den Preis des Historischen Kollegs.
  • Sigmund-Freud-Preis für Wissenschaftlich Prosa 2006
Externe Nachweise

Deutsche Nationalbibliothek: https://d-nb.info/gnd/115518681

Aktivitäten

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