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Anschrift
Hans-Kelsen-Forschungssstelle
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Neue Mensa,
Bockenheimer Landstraße 133
60054 Frankfurt am Main
E-Mail

Website
https://orcid.org/0009-0003-0530-461X (ORCID-ID)

Zur Person

Curriculum Vitae
  • seit April 2026: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt “Präsentation und Rechtssichere Implementierung digitaler Musikeditionen (PRIMUS)”
  • 2023: Fachfremde Promotion (Dr. jur.) an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth, betreut von Prof. Dr. Bernd Kannowski (summa cum laude)
  • Seit 2018: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Hans Kelsen Werke
  • 2022–2023: Elternzeit
  • 2019–2021: Christine de Pizan Mentoring–Programm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2017–2018: Kommunikations- und Projektmanagement im E-Government Sektor (u.a. Archive, Stiftungen, Museen)
  • 2016: Master der Geschichtswissenschaften – Schwerpunkt Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, University of Amsterdam
  • 2013: Bachelor Geschichte, Politikwissenschaften und Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • 07/2010–09/2010: International Summer School an der Rothberg International School at Hebrew University, Jerusalem
Publikationen
  • Publizistischer Landesverrat in der Weimarer Republik. Die Reichsgerichtsurteile gegen pazifistische Kritiker der illegalen Rüstung, Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts 129, Tübingen 2024 [Open Source, Dissertationsschrift].
     
  • Der Weltbühne-Prozess: Zur Genese eines historiografischen Heldenmythos (in Vorbereitung).
  • Law, Foreign Policy, and the Question of Anti-Republicanism. Journalistic Treason Trials in Weimar Germany, in: Journal for Central European History (Double-Blind Peer Review, Open Source)
  • Die Preisgabe militärischer Staatsgeheimnisse aus Überzeugung. Pazifistische Landesverräter aus Sicht des Reichswehrministeriums, in: Militärgeschichtliche Zeitschrift. (Double-Blind Peer Review, Publikation 2026).
  • Rezension zu: Ruble, Alexandria N.: Entangled Emancipation. Women’s Rights in Cold War Germany, in: H-Soz-Kult, 19.12.2025.
  • Tagungsbericht: Arbeitstreffen Netzwerk Feministische Rechtsgeschichte, in: H-Soz-Kult, 15.05.2025.
  • Der Beginn der Reichsgerichtsrechtsprechung in den Verfahren des publizistischen Landes-verrats. Ein Beleg für die antirepublikanische Weimarer Justiz?, in: Max Planck Institute for Legal History and Legal Theory Research Paper Series No. 2023-09, S. 1–18 [Double-Blind Peer Review, Open Source].
  • Gemeinsam mit Angela Reinthal und Marjam Trautmann, DHD 2020. Die „Hans Kelsen Werke“ (HKW) – eine rechtswissenschaftliche Hybridedition, 2020 [Peer Review].
     

Aktuelles Forschungsprojekt (Habilitation)

Verflochtene Werte.
Familien- und Gleichberechtigungsdiskurse auf dem Weg vom sozialen Gut zum Rechtsgut im deutsch-deutschen Vergleich 1945 bis 1968

Das Projekt verfolgt einen diskurstheoretischen Ansatz, um nachzuzeichnen, wie soziale Güter wie Ehe, Familie und Gleichberechtigung in den familienrechtlichen Reformprozessen von 1945 bis 1968 in der BRD und DDR gesellschaftlich ausgehandelt und in einklagbare Rechtsgüter überführt wurden. Es analysiert Diskurse um soziale Güter im legislativen Kontext mit dem Ziel, divergierende gesellschaftliche Wertorientierungen in ihrer argumentativen Verdichtung als Ausdrucksformen konkurrierender sozialer Ordnungsvorstellungen zu rekonstruieren. Der methodische Ansatz verschiebt damit den Blick von der rechtlichen Ergebnisebene hin zu den vorausgehenden Aushandlungsprozessen, in denen auch Reformkritiker ihre normativen Traditionen öffentlich plausibilisieren mussten.

Recht wird dabei analytisch als schriftlich fixierter Referenzrahmen gefasst: Gesetzestexte markieren den Punkt, an dem moralische Wertkategorien (gut/böse) über die Verhandlung sozialer Güter in die binäre Geltungslogik des Rechts (recht/unrecht) überführt werden. Als „geronnene Politik“ verhindern sie eine rückprojizierende Überformung historischer Diskurse durch moderne Wertmaßstäbe und machen zugleich die Konturen der vorausgehenden Aushandlungsprozesse sichtbar.

Das Projekt verknüpft Wertewandelforschung, Geschlechter- und Rechtsgeschichte, indem es Familien- und Gleichberechtigungsdiskurse als Orte der gesellschaftlichen Selbstverständigung und Selbstbeschreibung versteht.