Verstärkung des Akademievorhabens ›Die Deutschen Inschriften‹ durch Akademieprofessur an der TU Darmstadt

Foto: Ute von Figura

Dr. Lisa Horstmann tritt zum Sommersemester 2022 die neu eingerichtete Akademieprofessur für Mediävistische Bild- und Kulturwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt an, die in die Mainzer Arbeitsstelle des Akademievorhabens ›Die Deutschen Inschriften‹ eingebunden ist.

Die Professur ist Teil der Weiterqualifizierungsinitiative der Union der deutschen Akademien. Sie ist in Anlehnung an das Jülicher Modell konzipiert und geht mit einer Abordnung an die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur einher. Der Schwerpunkt der Akademieprofessur (W1) liegt im Bereich der visuellen Kulturen des Mittelalters und ihrer Medialität sowie deren Überlieferung und digitalen Präsentation. Die Professur ergänzt das Fachgebiet Architektur- und Kunstgeschichte an der TU Darmstadt zeitlich und thematisch um die Forschungen zum Frühen und Späten Mittelalter. Ein besonderer Fokus wird auf Schrift und Schriftzeichen im mittelalterlichen Sakralraum gelegt.

Die Akademieprofessur bildet zugleich eine Brücke zwischen der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur und der TU Darmstadt, die der Stärkung des wissenschaftlichen Transfers dient. Sie wird dabei eigene Akzente im Rahmen der Lehre sowie im Bereich der Weiterqualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses setzen. Im Kontext des Akademievorhabens ›Die Deutschen Inschriften‹, sollen neue Forschungsfragen zur Erforschung von Schrift und Schriftzeichen identifiziert und behandelt werden, die über die reiche Grundlagenforschung des Projektes hinausgehen. Zugleich ist die Professur in die Aktivitäten des Mainzer Akademiezentrums für Mittelalter und Frühe Neuzeit.

Lisa Horstmann, Jg. 1987, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Religionswissenschaften in Bochum, Heidelberg und Paris. Sie war Assistentin am Lehrstuhl für mittelalterliche Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg und dort als Akademische Mitarbeiterin (zuletzt als Postdoc) im SFB 933 ›Materiale Textkulturen‹ tätig. Für ihre Dissertation Ikonographie in Bewegung. Die Überlieferungsgeschichte der Bilder des ›Welschen Gastes‹ wurde sie mit dem August-Grisebach-Preis ausgezeichnet.

Das Projekt ›Die Deutschen Inschriften‹ wird von den deutschen Akademien der Wissenschaften und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften getragen und ist Teil des von Bund und Ländern geförderten Akademienprogramms. Die von der Mainzer Akademie betreuten Arbeitsstellen des Vorhabens erfassen und bearbeiten die nachrömischen Inschriften der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland bis ins 17. Jahrhundert. Ziel des interakademischen Vorhabens ist die vollständige Sammlung, Edition und Kommentierung erhaltener wie abschriftlich überlieferter Inschriftentexte.

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