Akademiemitglied Prof. Dr. Matthias Neubert erhält Erwin-Schrödinger-Gastprofessur 2024

Matthias Neubert von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat in Anerkennung seiner herausragenden Beiträge auf dem Gebiet der theoretischen Teilchenphysik die Erwin-Schrödinger-Gastprofessur 2024 der Universität Wien erhalten. Die Forschung von Neubert umfasst ein breites Themenspektrum der Teilchenphysik mit besonderem Schwerpunkt auf der Physik jenseits des Standardmodells und der Entwicklung effektiver Quantenfeldtheorien, die eine besonders präzise Berechnung von Streuprozessen an Teilchenbeschleunigern erlauben.

Im Laufe des Jahres 2024 wird Neubert für vier Wochen in der Arbeitsgruppe Teilchenphysik der Universität Wien zu Gast sein. Ein erster Besuch im Frühjahr wird seine Serie von vier Vorträgen als Erwin-Schrödinger-Gastwissenschaftler eröffnen. Die Erwin-Schrödinger-Gastprofessur wird von der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert. Ihr Ziel ist der kulturelle Austausch in Verbindung mit wissenschaftlicher Forschung und Interaktion. Die Erwin-Schrödinger Gastprofessur hat eine lange Tradition, geht auf Walter Thirring in den 1970er-Jahren zurück und wurde bereits mehr als fünfzig Mal an herausragende Forscher auf dem Gebiet der Teilchenphysik vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem der Nobelpreisträger Frank Wilczek und Pioniere der theoretischen Physik wie Sid Drell, Victor Weisskopf, James Bjorken, Roman Jackiw, Julius Wess und Michael Peskin.

Matthias Neubert studierte Physik in Siegen und Heidelberg, wo er 1990 auch promovierte. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Stanford University in den USA wechselte er 1993 als Staff Scientist an das Europäische Forschungszentrum CERN. 1999 folgte er einem Ruf an die renommierte Cornell University in den USA, wo er noch heute als Adjunct Professor tätig ist. Seit 2006 hat er die Professur für theoretische Hochenergiephysik an der JGU inne. Seit 2012 ist er zudem Sprecher des Exzellenzclusters PRISMA und des Folgeclusters PRISMA+ sowie Direktor des Mainzer Instituts für theoretische Physik (MITP). Er ist einer der wenigen Wissenschaftler weltweit, die zweimal mit der höchstdotierten Forschungsförderung für Spitzenwissenschaftler in der EU, dem ERC Advanced Grant, ausgezeichnet wurde.

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