Verleihung des Robert Schumann-Preises für Dichtung und Musik an Adriana Hölszky

Aktuelles

veröffentlicht am 18. November 2024

Am 19. November 2024 zeichnet die Akademie der Wissenschaften und der Literatur die Komponistin Adriana Hölszky für ihr herausragendes Lebenswerk mit dem Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik aus. Für das musikalische Programm konnten Paul Hübner, Stefan Hussong und Iñaki Alberdi gewonnen werden. Die Laudatio hält der Musikwissenschaftler Jörn Peter Hiekel.

Die Jury würdigt mit Adriana Hölszky eine Komponistin, »für die Musik, Sprache und Bühne seit jeher ein multiples Aktionsfeld darstellen. Ihre Musik zeichnet sich durch eruptive Kraft und filigrane Bezüglichkeit aus. Es ist eine Musik, die jeden, der sich mit ihr beschäftigt, körperlich ergreift, angeht, bedrängt, fordert und nicht selten aus der Balance wirft. Seit jeher schafft Hölszky Klangereignisse aus variablen Zusammenhängen. Sie hat Sprache durch Musik und Musik durch die Strukturen der Sprache erkundet und sich dabei sogar auf das Wagnis eines textlosen Musiktheaters – von dem schon Robert Schumann träumte – eingelassen. So ist im Lebenswerk von Adriana Hölszky eine Fülle neuer, ungewohnter und im mehrfachen Wortsinn unerhörter Klangformationen entstanden.«

Mit dem Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik zeichnet die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Persönlichkeiten für ein herausragendes Werk auf dem Gebiet der Dichtung und der Musik sowie der Musikvermittlung aus. Er ist mit 15.000 € dotiert. Stifter des Preises, der alle zwei Jahre verliehen wird, ist die Mainzer Strecker-Stiftung. Bisherige Preisträger sind Pierre Boulez, Wolfgang Rihm, Aribert Reimann, Jörg Widmann, Olga Neuwirth und Heinz Holliger.

Anmeldung per E-Mail an veranstaltungen@adwmainz.de
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden sich im Einladungsflyer.

Pressemitteilung

© Adriana Hölszky