Hochkarätig besetztes Symposium „Wege aus der Polykrise“

Aktuelles

veröffentlicht am 01. März 2026

Am Freitag, den 27. Februar 2026, fand an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz das Symposium „Wege aus der Polykrise: Mehr Prävention wagen“ aus der Veranstaltungsreihe „Aldous Huxley Zukunftsforum“ statt. Der Zusammenfluss von Klimawandel, wirtschaftlicher Unsicherheit, einem maroden Gesundheitssystem, militärischen Konflikten und zunehmendem Extremismus, verunsichert weite Teile der Bevölkerung. Ein Anlass für Prof. Dr. Klement Tockner (Mitglied der Akademie und Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) ein hochkarätiges Podium zusammenzustellen und die drängenden Fragen zu diskutieren.

Im Rahmen des Symposiums stand der Aspekt der Prävention als neuer Lösungsansatz für Krisen im Vordergrund. Dieser wurde in Impulsvorträgen und einer Podiumsdiskussion von den Referent:innen Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung), Prof. Dr. Gabriele Britz (Goethe-Universität), Prof. Dr. Markus Reichstein (Max-Planck-Institut für Biogeochemie), Prof. Dr. Iris Pigeot (Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie) und Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest (ifo Institut) unter der Moderation von Prof. Dr. Klement Tockner besprochen. Die Beteiligten präsentierten Perspektiven aus der Politologie, der Rechtswissenschaft, der Biogeochemie, der Medizin und der Ökonomie, die interdisziplinär diskutiert wurden. 

Im Vordergrund standen systemische und präventive Lösungsansätze, Frühwarnsysteme, innovative Marktmechanismen sowie eine zielgerichtete Kommunikation. Bislang scheint »Schädigen – dann wiederherstellen« das vorherrschende Prinzip beim Krisenmanagement zu sein. Im Umweltschutz etwa fließen von jährlich rund 80 Milliarden Euro ganze 94 Prozent in Abfall- und Abwasserwirtschaft sowie die Beseitigung von Umweltschäden – also in nachträgliche »Aufräumarbeiten«. Ähnlich im Gesundheitswesen: 94 Prozent der Mittel werden für Behandlung aufgewendet – Vorsorge und Prävention bleiben stark unterfinanziert.

© Justin Peach
© Justin Peach