Akademiemitglied Daniela Danz erhält den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung 2026

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veröffentlicht am 15. Januar 2026

Für ihr literarisches Werk wird Akademiemitglied Daniela Danz, Präsidentin der Klasse der Literatur und der Musik, mit dem diesjährigen Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung geehrt. Die feierliche Preisverleihung wird am 14. Juni im Weimarer Musikgymnasium Schloss Belvedere stattfinden. Der Historiker Prof. Dr. Karl Schlögel wird die Laudatio halten. 

"Daniela Danz gehört zu den unverwechselbaren Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur", so die Jury in ihrer Begründung der Verleihung. "Als Lyrikerin verfügt sie mit beinahe schlafwandlerischer Sicherheit über ein breites Formenspektrum, das von alkäischen Oden über Prosagedichte bis hin zu eigenen schöpferischen Formen reicht, zuletzt im Gedichtband Portolan (2025). Ihre Romane und Essays (Nichts ersetzt den Blick ins Gelände, 2023) knüpfen an ihre im besten Sinne weltläufige Lyrik an. Sie schreibt über die Suche nach Freiheit, über Ambivalenzen der Natur und über europäische Krisengebiete. Damit bahnen ihre Essays und Gedichte Wege für ein gewandeltes Verständnis von Mensch und Umwelt, von Kultur und Politik – in der Überzeugung, dass eine freie Literatur unsere Zeit messen und europäische Räume verbinden kann".

Daniela Danz wurde 1976 in Eisenach geboren und studierte Kunstgeschichte und Deutsche Literatur in Tübingen, Prag, Berlin und Halle. Sie hat Gedichtbände, Romane und Essays veröffentlicht und erhielt zahlreiche Stipendien und Literaturpreise. Für die Staatsoper Hannover schrieb sie das Libretto zur Oper 'Der Mordfall Halit Yozgat' von Ben Frost. Seit 2009 lehrt sie an der Universität Hildesheim.

Der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung wird seit 1993 von der gleichnamigen CDU-nahen Stiftung vergeben. Zur Jury gehörten Prof. Dr. Friedhelm Marx (Universität Bamberg) als Vorsitzender, Kulturstaatsministerin a.D. Prof. Monika Grütters (MdB), Dr. Marit Heuß (Universität Leipzig), Sandra Kegel (Leiterin des Feuilletons der F.A.Z.) und Dr. Wolfgang Matz (München). Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen u.a. Sarah Kirsch, Herta Müller und Daniel Kehlmann.

© Annette Mück