Enttäuschung und Erwartung in der Demokratie: Ein interdisziplinäres Gespräch

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Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz lädt Sie am 15. Januar 2026 um 18:00 Uhr herzlich zum interdisziplinären Gespräch Enttäuschung und Erwartung in der Demokratie‹ ein. Über dieses Thema diskutieren Pascale Cancik, Frank Schorkopf und Andreas Wirsching, die Moderation übernimmt Kiran Klaus Patel. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe ›Aldous Huxley Zukunftsforum‹ statt. 

Dreieinhalb Dekaden nach dem Ende des Kalten Kriegs sind viele Gewissheiten ins Rutschen geraten. Die Demokratie, scheinbare Siegerin des Systemkonflikts, durchlebt eine tiefe Krise. Die Anfeindungen von innen und außen nehmen zu; manche sagen den Untergang der liberalen Ordnung voraus. Dieses interdisziplinäre Podiumsgespräch fragt nach Gründen dieser Krise und Möglichkeiten, die Demokratie auf nationaler und europäischer Ebene im Sturm der Gegenwart wetterfester zu machen. Dabei legt die Debatte ein besonderes Augenmerk auf den Stellenwert überspannter Erwartungen und enttäuschter Hoffnungen. Hat der Staat zu viel versprochen? (Wie) Ist der allseits beschworene Bürokratieabbau möglich? Und verfügt die westliche Demokratie noch über jene Fähigkeit zur Selbstkorrektur, die als eines ihrer Wesensmerkmale gilt und die von vielen Menschen heute dringend erwartet wird?


Teilnehmende

Pascale Cancik ist Professorin für Öffentliches Recht, Geschichte des europäischen öffentlichen Rechts und Verwaltungswissenschaften an der Universität Osnabrück.

Kiran Klaus Patel ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er zugleich das Projekthaus Europa leitet.

Frank Schorkopf ist Professor für Öffentliches Recht und Europarecht an der Georg-August-Universität Göttingen.

Andreas Wirsching war bis Oktober 2025 Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München/Berlin und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Alle Teilnehmenden des Podiums sind Mitglieder des Arbeitskreises für Rechtswissenschaft und Zeitgeschichte an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

Die Veranstaltung wird von Nadiia Zhurba musikalisch gerahmt.


Aldous Huxley Zukunftsforum

Aldous Huxley zählt zu den bekanntesten Mitgliedern der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Moderne.

Das Aldous Huxley Zukunftsforum bringt Wissenschaftler:innen, Kulturschaffende, Vordenker:innen und Entscheidungsträger:innen zusammen, um die drängenden Fragen unserer Zeit zu diskutieren. Inspiriert von Aldous Huxleys analytischer Schärfe und seiner Fähigkeit, komplexe Entwicklungen weit vorauszudenken, widmet sich das Forum den Herausforderungen einer sich rasch wandelnden Welt: künstliche Intelligenz, Bioethik, gesellschaftliche Transformationen, geopolitische Herausforderungen, Migration, Bildungsentwicklung, Freiheit und Kontrolle, kulturelle Identität und die Zukunft des Humanen. Keine dieser Fragen kann nur aus der Perspektive einer einzelnen Disziplin beantwortet werden.

In der interdisziplinären Veranstaltungsreihe entstehen Räume für kritische Reflexion, kreative Szenarien und neue Gedanken. Ziel ist es, jenseits kurzlebiger Trends grundlegende Zukunftsfragen
aus literarischer, geisteswissenschaftlicher, naturwissenschaftlicher und technologischer Perspektive zu verbinden − ganz im Geist des Denkers Huxley, der wie kaum ein anderer gezeigt hat, wie eng Gegenwart und Zukunft miteinander verknüpft sind.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung hier erforderlich.

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