Ursula Krechel mit dem Jean-Paul-Preis 2019 ausgezeichnet

© Gunter Gluecklich

Ursula Krechel, Akademiemitglied und Vizepräsidentin der Klasse der Literatur und der Musik, erhält den Jean-Paul-Preis 2019 des Freistaates Bayern für ihr Lebenswerk. Krechel ergreife das Wort für diejenigen, die in der deutschen Nachkriegsgeschichte kaum eine Stimme haben, so die Begründung des Kunstministers Bernd Sibler.

Krechel überzeugte mit der »Aufarbeitung von Traumata, Schuld und Verdrängung durch akribisch recherchierte und literarisch gestaltete Erinnerung«, betonte die Jury. Der Jean-Paul-Preis des Freistaates Bayern wird seit 1983 alle zwei Jahre verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden deutschsprachige Schrifstellerinnen oder Schriftsteller für ihr literarisches Gesamtwerk. Mit ihrem Lebenswerk habe Ursula Krechel die deutschsprachige Literatur bereichert, geprägt und verändert, erklärte Kunstminister Sibler. Zu Anfang ihrer Karriere gehörte Krechel zu den ersten feministischen Autorinnen in der Bundesrepublik und eröffnete auf diese Weise literarisches Neuland.
Die Preisverleihung findet am 16. Dezember in München statt. Unter den bisherigen Preisträgern waren Friedrich Dürrenmatt, Botho Strauß, Horst Bienek, Hermann Lenz, Günter de Bruyn, Brigitte Kronauer, Petra Morsbach, Gerhard Rothund Alexander Kluge.

Ursula Krechel wurde vielfach für ihr literarisches Werk ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Sie lebt und schreibt in Berlin, wo sie die Werkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums leitet. Seit 2013 ist Ursula Krechel Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz.

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