Symposium ›Zukunft der elektrischen Energieversorgung‹ und Poetikrunde ›Über die Gewichtigkeit dicker Romane‹

Abbildung: Nordsee-Luftbild. © Martina Nolte, Lizenz: http://creative - commons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode
Foto: AdW Mainz

Im Rahmen der Aprilsitzung lädt die Akademie neben dem Symposium ›Zukunft der elektrischen Energieversorgung in der Energiewende‹ und der Mainzer Poetikdozentur, die sich in diesem Jahr der ›Gewichtigkeit dicker Romane‹ verschrieben hat, zu öffentlichen Plenarvorträgen ein.

Den Auftakt macht am Donnerstag, 20. April 2017 um 14.00 Uhr das Symposium ›Zukunft der elektrischen Energieversorgung in der Energiewende‹:

Die Versorgung der Industrie und der Bevölkerung mit elektrischer Energie ist ein zentrales Thema unserer Gesellschaft. Die Energiewende als große Herausforderung dieses Jahrhunderts bedingt eine komplexe Verbindung von öffentlicher Diskussion, Politik und Technik. In diesem Symposium wird das gesamte Feld der elektrischen Energieversorgung in der Energiewende beleuchtet von der Erzeugung/Wandlung bis hin zur Anwendung.

Thomas Weiland ist Leiter des Instituts für Theorie Elektromagnetischer Felder an der Technischen Universität Darmstadt und Mitglied der Kommission für Mathematik, Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften und der Kommission für Modellierung, Simulation und Visualisierung der Akademie der Wissenschaften und der Literatur.

Jutta Hanson ist Professorin und Leiterin des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung unter Einsatz Erneuerbarer Energien an der Technischen Universität Darmstadt. Ihre Forschungsinteressen liegen unter anderem im Bereich der Übertragungstechnologien für elektrische Netze und die Netzanbindung und Systemdienstleistungen von Kraftwerken.

Volker Hinrichsen ist seit 2001 Universitätsprofessor an der Technischen Universität Darmstadt im Fachbereich für Elektrotechnik und Informationstechnik. Er ist außerdem Leiter des Fachgebiets für Hochspannungstechnik an der Universität. Seine Forschungsinteressen liegen unter anderem in den neuen Isolier- und Feldsteuermaterialien in der Hochspannungs- und Hochfeldtechnik und dem Blitz- und Überspannungsschutz in elektrischen Energieversorgungsnetzen.

Bernd Engel ist seit 2011 Universitätsprofessor an der Technischen Universität Braunschweig im Fachgebiet Komponenten nachhaltiger Energiesysteme am Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen. Sein Forschungsinteresse und Arbeitsschwerpunkt liegt in der Transformation des elektrischen Energiesystems und der Netzintegration von dezentralen Erzeugungsanlagen.

Kay Hameyer ist Universitätsprofessor der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Er ist Institutsleiter des Lehrstuhls für Elektromagnetische Energiewandlung und des Instituts für Elektrische Maschinen. Sein Profilbereich ist Mobility & Transport Engineering (MTE).

Weiterhin widmet sich am Abend des 20. April, um 19 Uhr, die Mainzer Poetikrunde der ›Gewichtigkeit dicker Romane‹:

Dicke Romane drängen sich in den letzten Jahren auf dem Buchmarkt auffällig nach vorne. Sagt der Umfang etwas über die Gewichtigkeit aus? Ist der Seufzer professioneller Leser »bitte kürzen!« berechtigt? Debütanten als Marathon läufer machen meistens eine schlechte Figur. Oder ist ein Leser nicht zu beneiden, der sich in Zeiten und Räume begeben kann, die ihn fesseln? Entwickeln Gesellschaftspanoramen Leseerfahrungen, die in schmaleren Büchern gar nicht möglich wären? Und besteht im Tasten durch literarische Irrgärten nicht auch ein lang währendes Leseglück? Ursula Krechel diskutiert über solche und andere Fragen mit Ernst-Wilhelm Händler und Reinhard Jirgl, beide Autoren umfangreicher Romane, und mit Norbert Miller, der die historische Perspektive auch aus europäischer Sicht beleuchtet.

Ernst-Wilhelm Händler schloss ein Studium der Philosophie und Wirtschaftswissenschaften mit der Promotion zum Dr. rer. pol. ab. Als Unternehmer begann er parallel mit dem Schreiben. 1995 erschien sein erster Roman ›Stadt mit Häusern‹, 2016 sein mittlerweile achter Roman ›München‹. Er ist mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis der SWR-Bestenliste für ›Wenn wir sterben‹, dem Erik-Reger-Preis und dem Hans-Erich-Nossack-Preis.

Reinhard Jirgl arbeitete nach seinem Elektronik-Studium als Techniker an der Berliner Volksbühne. Bis zur Wende lagen sechs fertige Manuskripte vor, die er in der DDR nicht veröffentlichen konnte. 1990 erschien sein erstes Buch ›Mutter Vater Roman‹, 2016 ›Oben das Feuer, unten der Berg‹. Zu seinen vielen Auszeichnungen gehören der Alfred-Döblin-Preis, der Joseph-Breitbach-Preis und der Georg-Büchner-Preis.

Ursula Krechel schrieb Lyrik, Erzählungen und Essays, bevor sie 2008 mit ›Shanghai fern von wo‹ einen umfangreicheren Roman vorlegte, dem 2012 ›Landgericht‹ folgte. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Joseph-Breitbach-Preis und dem Deutschen Buchpreis.

Norbert Miller, Prof. em. für Deutsche Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft, hat schon mit seiner Dissertation über Romananfänge des 18. Jh. wichtige Impulse für die Literatur- und Kunstgeschichte gegeben. Neben zahlreichen Veröffentlichungen hat er u.a. die Werke von Jean Paul, Daniel Defoe und Henry Fielding herausgegeben.

Außerdem präsentieren sich am Freitag, dne 21. April, von 15.15 bis 17.30 Uhr im Plenarsaal die Mitglieder der Jungen Akademie erstmals mit folgenden Plenarvorträgen:

Dr. Christina Globke: ›Strafbarkeit von Ärzten beim IS‹

Christina Globke absolvierte ihr Studium der Rechtswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2009 promovierte sie und wurde akademische Rätin a.Z. am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Strafrechtsgeschichte. Aktuell arbeitet sie an ihrem Habilitationsprojekt. Ihre Kompetenzen liegen beim Völkerstrafrecht, Humanitären Völkerrecht, Strafrecht und Rechtstheorie.

Dr. Andreas Haupt: ›Einkommenreichtum in Deutschland‹

Andreas Haupt studierte Soziologie, Philosophie und Germanistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er promovierte 2014 im Fach Soziologie am Karlsruher Institut für Technologie und ist seitdem Akademischer Rat in der Abteilung für Soziologie und Leiter der Nachwuchsgruppe Economic Inequality and Labor Markets am Karlsruher Institut für Technologie.

Dr. Stephan Holzer: ›Wie verteilt sich Wissen in Netzwerken - Wissen im digitalen Raum‹

Stephan Holzer absolvierte sein Studium der Mathematik im Rahmen des Elitestudienprogramms TopMath an der TU München und promovierte anschließend 2013 an der ETH Zürich. Zur Zeit ist er Postdoktorand der Informatik am Massachusetts Institute of Technology und beschäftigt sich mit der Theorie der Verteilten Systeme.

Dr. Daniel Potthast: ›Vorgeschobenes Unwissen in der arabisch-europäischen Diplomatie des Mittelalters‹

Daniel Potthast studierte Islamwissenschaft und Philosophie an der FAU Erlangen-Nürnberg. Nach seiner Promotion 2011 wurde er Wissenschaftlicher Mitarbeiter und dann Akademischer Rat a.Z. am Lehrstuhl für Arabistik/Islamwissenschaft an der LMU München. Er arbeitet aktuell an seiner Habilitationsschrift.

Weitere öffentliche Plenarvorträge im Rahmen der Akademiesitzung sind:

Freitag, 21. April, 9.15 Uhr, Plenarsaal

Prof. Dr. med. PhD. Sc. h.c. Robert F. Schmidt: ›Nachdenken über den Schmerz‹

Robert F. Schmidt war Ordinarius für Physiologie, zuerst an der Universität Kiel (1971-1982), dann für Physiologie mit dem Schwerpunkt Neurophysiologie an der Universität Würzburg (1982-2000). Seit 2000 ist er dort Prof. emeritus. Darüber hinaus ist Robert F. Schmidt Honorarprofessor der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen. Sein Schwerpunkt liegt auf der Physiologie und Pathophysiologie von Nozizeption und Schmerz. Er ist seit 1987 ordentliches Mitglied der Akademie.

Samstag, 22. April, 9.15 Uhr, Plenarsaal

Prof. Dr. Sible de Blaauw: ›Erinnerungsbildung an der Porta Latina. Das apostolische Rom und die Geschichte einer Johanneskirche des 6. Jahrhunderts‹

Sible de Blaauw studierte mittelalterliche Geschichte an der Universität Groningen und promovierte 1987 an der Universität von Leiden mit einer Arbeit über die Architektur und Liturgie der frühen christlichen Basiliken in Rom. Er ist nun Professor für frühe christliche Kunst und Architektur an der Radboud Universität in Nijmegen. Außerdem ist er Mitherausgeber des Reallexikons für Antike und Christentums. Er ist korrespondierendes Mitglied der Akademie.

Pressemitteilung

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