Mainzer Poetikdozentur mit Marion Poschmann

Foto: Frank Mädler

Im Wintersemester 2017/18 ist Marion Poschmann zu Gast bei der Mainzer Poetikdozentur. In ihrem Vortrag widmet sie sich der ›Poetik des Stadtbaums‹ und wirft damit einen neuen Blick auf den Baum als klassisches lyrisches Symbol.

Unter dem Schlagwort Anthropozän findet das Thema Natur derzeit wieder stärker Beachtung. Sie ist nicht mehr Idylle und Moment des Schönen, vielmehr Schauplatz von Umweltproblemen, Verkehrspolitik und Klimawandel. Der Baum steht in ihrem Vortrag symbolisch für die Verfahren literarischer Naturaneignung und es stellt sich die Frage, wie Wildnis, Kulturlandschaft, Stadtnatur in der Gegenwartsdichtung Ausdruck finden.

Marion Poschmann ist freie Schriftstellerin und gehört zu den seltenen Doppelbegabungen, die mühelos zwischen Lyrik und Prosa wechseln. Seit 2002 veröffentlichte sie mehrere Romane und Gedichtbände. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Slavistik in Bonn und Berlin sowie Szenisches Schreiben an der Berliner Hochschule der Künste. Für ihre Werke wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Peter-Huchel-Preis und dem Ernst-Meister-Preis, 2017 erhielt sie den erstmals vergebenen Preis für Nature Writing und den Düsseldorfer Literaturpreis. Ihr neuestes Buch ›Die Kieferninseln‹ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2017. Seit 2016 ist sie Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur.

Öffentlicher Vortrag: Laubwerk. Zur Poetik des Stadtbaums
Dienstag, 23. Januar 2018, 18 Uhr
Ort: P3, Jakob-Welder-Weg 18 (Philosophicum), Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Workshop
Mittwoch, 24. Januar 2018, 10-12 Uhr,
Ort: Raum 01-471, Jakob-Welder-Weg 18 (Philosophicum), Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Die Mainzer Poetikdozentur wurde 1980 in Kooperation mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz von der Klasse der Literatur der Akademie der Wissenschaften und der Literatur begründet. Im Rahmen von Seminaren bietet sie Studierenden und Literaturinteressierten die Möglichkeit, im Gespräch mit Schriftstellern poetologische Fragen zu diskutieren, die meist am Werk des jeweiligen Autors entwickelt werden.

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