Einladung zur Lesung ›Die letzten Tage der Menschheit‹. Die Dichter und der Erste Weltkrieg

Ludwig Meidner, Schlachtfeld. Titelzeichnung für ›die Aktion‹, 5. Dez. 1914

Am Donnerstag, den 10. April 2014, um 19 Uhr, lädt die Klasse der Literatur und Musik zu einer Lesung ein, bei der die literarischen Zeugnisse der freiwillig in den Krieg Gezogenen, der Gefallenen und der Kritiker zu hören sein werden. Die Lyriker und Übersetzer Harald Hartung und Jan Wagner haben Gedichte – auch von englischen, französischen und italienischen Autoren – ausgewählt; der Essayist Albert von Schirnding beschreibt zuvor, wie Thomas Mann den Kriegsbeginn in Bad Tölz erlebt und die Autorin Ursula Krechel stellt die Dadaisten im Zürcher Exil um Hugo Ball vor. Zum Abschluss ist ein einzigartiges historisches Filmdokument, kommentiert von Jens Malte Fischer, Musikschriftsteller und Theaterwissenschaftler, zu sehen: Der Satiriker und Polemiker Karl Kraus schreibt die Tragödie ›Die letzten Tage der Menschheit‹ als Reaktion auf den Krieg, im wesentlichen in den Jahren 1915 bis 1919 entstanden. 1921 veranlasst ihn eine Zeitungsanzeige, die zu ›Schlachtfelder-Rundfahrten im Auto‹ einlädt, zu seinem Text ›Reklamefahrten zur Hölle‹, den er 1934 für einen Film liest.

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