Die Akademie gratuliert Ulrike Almut Sandig zum Wilhelm-Lehmann-Literaturpreis 2018

Foto: Wolfgang Frank

Die Lyrikerin und Performance-Künstlerin Ulrike Almut Sandig, derzeitiges Mitglied der ›Jungen Akademie | Mainz‹ erhält in diesem Jahr den mit 10.000 Euro dotierten Wilhelm-Lehmann-Literaturpreis der Stadt Eckernförde. Die Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft verleiht ihn seit 2009 zum fünften Mal für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Lyrik, der Erzählung und des Essays. Die Jury überzeugten sowohl Inhalt wie Musikalität ihrer Texte ›die in der Modulation ihrer Stimme zu akustischen Wortkunstwerken und Klangerlebnissen werden, bei denen Wortbedeutung und Schriftsinn ins Fließen geraten, ohne sich in Beliebigkeit aufzulösen‹.

Gelobt wird die thematische Breite und Vielfalt eines Werks, das ein kritisches Potential entfalte und den Mut zur politischen Zeitgenossenschaft zeige. Der jüngste Gedichtband ›ich bin ein Feld voller Raps / verstecke die Rehe und leuchte / wie dreizehn Ölgemälde / über einandergelegt‹ (2016) beeindrucke durch die raffinierte Verschränkung der Themen Natur, Kunst und Politik. Mit Ulrike Almut Sandig wird eine eigenständige und eigenwillige moderne Stimme ausgezeichnet, die im Konzert der Gegenwartsdichtung eine herausragende Position ein nehme. 

Ulrike Almut Sandig (1979) lebt als Schriftstellerin in Berlin. Ihre Erzählbände ›Flamingos‹ (2010) und ›Buch gegen das Verschwinden‹ (2015) wurden von der Kritik gefeiert, ihre Gedichte vielfach ausgezeichnet, verfilmt und übersetzt. Zuletzt erschien ihr Gedichtband ›ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Öl-gemälde übereinandergelegt‹ (2016). Ulrike Almut Sandig ist seit 2016 Mitglied der ›Jungen Akademie | Mainz‹.

Die Preisverleihung findet am 5. Mai 2018 in Eckernförde statt. Erst bei der letzten Auszeichnung im Jahr 2009 war mit Jan Wagner ein weiteres Mitglied der Mainzer Akademie ausgezeichnet worden.

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