Prof. Dr. phil. Dirk von Petersdorff

Fachgebiet: Literatur

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Universität Jena
Institut für Germanistische Literaturwissenschaft
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07737 Jena

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Biographie

Geboren 1966 in Kiel, verheiratet, drei Kinder. Staatsexamen 1991, Promotion 1995 (»Mysterienrede. Zum Selbstverständnis romantischer Intellektueller«) an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Habilitation 2003 an der Universität des Saarlandes (»Fliehkräfte der Moderne. Zur Ich-Konstitution in der Lyrik des frühen 20. Jahrhunderts«). Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz 2004 und Mitglied im Internationalen Zentrum für Klassikforschung. Seit Oktober 2008 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ablehnung eines Rufes an die Ruhr-Universität Bochum (2008). Poetikdozentur der Universität Mainz im WS 2008/09. Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin im akademischen Jahr 2011/12. Aufenthalt als Writer-in-Residence an der Washington-University, St. Louis, März/April 2013. Poetikdozentur der Universität Tübingen, gemeinsam mit Hans Magnus Enzensberger, November 2013. Ablehnung eines Rufs an die Universität Heidelberg, 2016. Aufenthalt als Fellow am "Internationalen Kolleg Morphomata" in Köln, WS 2016/17.

 Funktionen

  • Vertrauensperson gemäß der Richtlinie zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis an der Universität Jena (seit Februar 2016)
  • Studiengangsverantwortlicher für den Master "Literatur - Kunst - Kultur"
  • Mitglied im ProExzellenz-Kolleg "Das 20. Jahrhundert und seine Repräsentationen"
  • Mitglied im Graduiertenkolleg "Modell 'Romantik'. Variation - Reichweite - Aktualität"
  • Geschäftsführender Direktor des Instituts für Germanistische Literaturwissenschaft (2010 - 2013)
  • Mitglied des Fakultätsrats (2010 - 2013)

Preise

  • Erster Förderpreis zum Leonce-und-Lena-Preis beim Literarischen März 1991
  • Preis der Friedrich-Hebbel-Stiftung 1993
  • Aufenthaltsstipendium im Literarischen Colloquium Berlin 1994
  • Aufenthaltsstipendium auf Schloß Solitude 1996
  • Kleist-Preis 1998
  • Liliencron-Dozentur der Universität Kiel 1999
  • Preis der LiteraTour-Nord 2000
  • Poetikdozentur der Universität Mainz 2008/09
  • Writer in Residence an der Washington University in St. Louis 2013
  • Poetik-Dozentur an der Universität Tübingen im Wintersemester 2013/14 gemeinsam mit Hans Magnus Enzensberger.

Publikationen

Bücher

  • Mysterienrede. Zum Selbstverständnis romantischer Intellektueller. Tübingen: Niemeyer 1996 (Studien zur deutschen Literatur Bd. 139) (zugleich Diss. Kiel 1995) (Reprint: Berlin: De Gruyter 2012).
  • Verlorene Kämpfe. Essays. Frankfurt am Main: S. Fischer 2001.
  • Fliehkräfte der Moderne. Zur Ich-Konstitution in der Lyrik des frühen 20. Jahrhunderts. Tübingen: Niemeyer 2005 (Hermaea. Germanistische Forschungen. Neue Folge Bd. 107) (zugleich Habilitation Saarbrücken 2003) (Reprint: Berlin: De Gruyter 2011).
  • Geschichte der deutschen Lyrik. München: C.H. Beck 2008 (C.H. Beck Wissen)
  • Einheit der Romantik? Zur Transformation frühromantischer Konzepte im 19. Jahrhundert. Hrsg. von Bernd Auerochs und Dirk von Petersdorff. Paderborn: Schöningh 2009.
  • Günter Eichs Metamorphosen. Marbacher Symposion aus Anlass des 100. Geburtstages am 1. Februar 2007. Hrsg. von Carsten Dutt und Dirk von Petersdorff. Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2009.
  • Hans Magnus Enzensberger und die Ideengeschichte der Bundesrepublik. Mit einem Essay von Lars Gustafsson. Hrsg. von Dirk von Petersdorff. Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2010 (= Jenaer Germanistische Forschungen. Neue Folge. Band 30).
  • Literaturgeschichte der Bundesrepublik. Von 1945 bis zur Gegenwart. München: C.H. Beck-Wissen 2011.
  • Peter Rühmkorf. Der Kuss der Erkenntnis. Gedichte. Hrsg. von Dirk von Petersdorff. Stuttgart: Reclam 2011.
  • "Ein Gedicht von mir". Lyriker und Lyrikerinnen der Gegenwart stellen sich vor. Hrsg. von Dirk von Petersdorff. Stuttgart: Reclam 2012.
  • "Wie schreibe ich ein Gedicht?" Kreatives Schreiben: Lyrik. Stuttgart: Reclam 2013. Neuausgabe 2017.
  • Wie soll man Geschichte(n) schreiben? Tübinger Poetik-Dozentur 2013. Hrsg. von Dorothee Kimmich und Philipp Alexander Ostrowicz unter Mitarbeit von Caroline Merkel. Künzelsau: Swiridoff 2014. (weiterer Autor: Hans Magnus Enzensberger)
  • In der Bar zum Krokodil. Lieder und Songs als Gedichte. Göttingen: Wallstein 2017 (soeben erschienen).
  • Konjunkturen der Ironie um 1800, um 2000. Hg. von Dirk von Petersdorff und Jens Ewen. Heidelberg: Winter 2017.

 Aufsätze

  • Wieviel Metaphysik braucht die Aufklärung? Christoph Martin Wielands 'Musarion', in: Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken 58 (2004), S. 1009-1019.
  • Ruhelose Sänger. Clemens Brentano und Bob Dylan, in: Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken 59 (2005), S. 119-130.
  • Grenzen des Wissens, gemischte Gefühle. Heinrich Heines Ironie, in: Heine-Jahrbuch 2006, S. 1-19. In anderer Fassung unter dem Titel: Notwendige Scherze. Heinrich Heines Ironie, in: Burkhard Moennighoff(Hg.): Die Sprache des Witzes. Heinrich Heine und Robert Gernhardt, Iserlohn 2006.
  • »Ich soll nicht zu mir selbst kommen«. Werther, Goethe und die Formung des Subjekts in der Moderne, in: Goethe-Jahrbuch 2006, S. 67-85.
  • Korrektur der Autonomie-Ästhetik, Appell an das ›Leben‹. Zur Transformation frühromantischer Konzepte bei Joseph von Eichendorff, in: Heidelberger Jahrbücher 51 (2007), S. 53-65.
  • Der Apfelmann aus Delmenhorst. Gegenwartsdiagnostik in der deutschen Popmusik, in: Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken 62 (Februar 2008), S. 123-131.
  • Intermedialität und neuer Realismus. Die Text-Bild-Kombinationen Rolf Dieter Brinkmanns, in: Wolf Gerhard Schmidt/Thorsten Valk (Hg.): Literatur intermedial. Paradigmenbildung von 1918-1968, Berlin 2009. S. 361-377.
  • Wie Lieder entstehen. Vom 'Wunderhorn' zu den 'Fantastischen Vier'. Mainz: Akademie der Wissenschaften und der Literatur 2009.
  • Die Schule der Ironie.1789, 1989, in: Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken 64 (Mai 2010), S. 403-412.
  • August Wilhelm Schlegels Position in der Entwicklung des romantischen Diskurses. In: Der Europäer August Wilhelm Schlegel. Romantischer Kulturtransfer - romantische Wissenswelten. Hrsg. von York-Gothart Mix und Jochen Strobel. Berlin/New York: de Gruyter 2010. S. 93-106.
  • Wie begründet man unter modernen Bedingungen Moral? Johann Wolfgang Goethes Gedicht Das Tagebuch. 1810. In: Poetische Welt(en). Hrsg. von Martin Blawid und Katrin Henzel. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2011. S. 15-27.
  • Von der Fachwissenschaft über die Fachdidaktik in den Schulunterricht und zurück - Ein Veranstaltungskonzept. In: Ein Praxissemester in der Lehrerbildung. Konzepte, Befunde und Entwicklungsperspektiven am Beispiel des Jenaer Modells. Hrsg. von Karin Kleinespel. S.162-176. (weitere Autoren: Ricarda Freudenberg, Iris Winkler und Peter Gallmann)
  • Spielerische Komplexitätsreduktion. Das Märchen von Hyazinth und Rosenblüte aus Friedrich von Hardenbergs Romanfragment Die Lehrlinge zu Sais. In: Fabula. Zeitschrift für Erzählforschung 55 (2014) H.1/2. S.105-117.
  • Transgressiv und transitorisch. Romantische Prinzipien der Strukturierung von Bildlichkeit (Wackenroder, Novalis, Kugler). In: Epoche und Metapher. Systematik und Geschichte Kultureller Bildlichkeit. Hrsg. von Benjamin Specht. Berlin[u.a.]: de Gruyter 2014, S.188-201.
  • Was Götter und Geister noch zu sagen haben. Überlegungen zur Funktion religiöser Semantik in Goethes Lyrik. In: Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts 2014, S. 24-47.

 Kleinere Arbeiten

  • Rede zur Verleihung des Kleist-Preises, unter dem Titel "Kalt ist ihr Herz. Die Reste der ästhetischen Moderne treiben wie Gespenster durch unsere Diskurse", gekürzt in: Die Zeit, 15. Oktober 1998, Nr. 43, S. 61f.; vollständig abgedruckt in: Kleist-Jahrbuch 1999, S. 14-22.
  • Bielefelder Stoa. Zu einigen Motiven bei Niklas Luhmann, in: Neue Rundschau 113 (2002), H. 2, S. 79-84.
  • Clemens Brentano: "10. Jänner 1834", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. November 2007. Auch erschienen in: Marcel Reich-Ranicki (Hg.): Frankfurter Anthologie, Frankfurt am Main 2008. S. 49-52.
  • Die Spottdrossel von Oevelgönne. Zum Tod von Peter Rühmkorf, in: Die Welt, 10. Juni 2008.
  • Bertolt Brecht: "Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (Frankfurter Anthologie), 3. Januar 2009.
  • Die Öffnung des ästhetischen Feldes, in: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 34 (2009), S. 228-234.
  • Kolumne "Sprachmusik". In: 128. Das Magazin der Berliner Philharmoniker Heft 1-4 (2012).
  • Rezension von: Heinz Schlaffer: Geistersprache. Zweck und Mittel der Lyrik.München: Hanser 2012. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (10.03.2012)
  • Postmoderne. Bezeichnung eines Transformationsprozesses innerhalb der ästhetischen Moderne. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 37 (2012). S.129-134.
  • Rezension von: Hans Ulrich Gumbrecht: Nach 1945. Latenz als Ursprung der Gegenwart. Berlin: Suhrkamp 2012. In: Arbitrium 2013 (31) 2. S. 253-256.
  • Geteilte Unsicherheit. In: George-Jahrbuch 10 (2014/15). S.107-109.
  • William Carlos Williams: Vollkommenheit: Die Idee der Schönheit in einem verfaulten Apfel. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (18. Oktober 2014).
  • Der vitale Kern literarischer Bildung. In: Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft 58 (2014). S. 435-437.
  • Dirk von Petersdorff: "Raucherecke". Mit dem Rücken zur Welt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (03. Januar 2015).
  • Rezension von: Hilmar Klute: War einmal ein Bumerang. Das Leben des Joachim Ringelnatz. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (07. März 2015).
  • Rezension von: Lana Del Rey: Honeymoon. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (29. September 2015).
  • Die Kunst des Sterbens. Über: Lars Gustafsson: Es soll ein Tag sein. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (14. Mai 2016).
  • Lyrik und Kreatives Schreiben. In: Handbuch Lyrik. Theorie, Analyse, Geschichte. 2., erweiterte Auflage. Hg. von Dieter Lamping. Stuttgart: Metzler 2016. S. 309-313.
  • Freiheit und Meer. Rezension von: Robert Habeck: Wer wagt, beginnt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (15. Oktober 2016)

Literarisches

Einzelveröffentlichungen

  • Wie es weitergeht. Gedichte. Frankfurt am Main: S. Fischer 1992,zweite Auflage 1998.
  • Zeitlösung. Gedichte. Frankfurt am Main: S. Fischer 1995.
  • Bekenntnisse und Postkarten. Gedichte. Frankfurt am Main: S. Fischer 1999.
  • Die Teufel in Arezzo. Gedichte. Frankfurt am Main: S. Fischer 2004.
  • Lebensanfang. Eine wahre Geschichte. München: C.H. Beck 2007.
  • Nimm den langen Weg nach Haus. Gedichte. München: C. H. Beck 2010 (2. Aufl. 2017).
  • Sirenenpop. Gedichte. München: C.H.Beck 2014
  • Wie bin ich denn hierhergekommen. Roman. C. H. Beck 2018.
  • Darüber hinaus Gedichte in Anthologien (»Der Neue Conrady«, »Jahrhundertgedächtnis. Deutsche Lyrik im 20. Jahrhundert«, »Der ewige Brunnen«, »Frankfurter Anthologie«, »Reclams großes Buch der Gedichte«) und Zeitungen (»Die Welt«, »Frankfurter Allgemeine Zeitung«)

 Zum literarischen Werk

2009

  • Alena Diedrich: Art.: Dirk von Petersdorff. In: Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. München: Edition Text und Kritik 2009.
  • Uwe Wittstock: In einer zur Ironie verdammten Zeit - Dirk von Petersdorff. In: U. W.: Nach der Moderne. Göttingen: Wallstein 2009.

2011

  • Martin Rector: Dirk von Petersdorff. In: Gegenstrophe. Blätter zur Lyrik. Nr.3. Hrsg. von Michael Braun u.a. Hannover: Wehrhahn 2011. S. 31-32.

2012

  • Walter Hinck: Dirk von Petersdorff: Alter Freund, alte Freundin. In: Frankfurter Anthologie. Hrsg. von Marcel Reich-Ranicki. Frankfurt a.M.: Insel 2012. S. 229-232.

2013

  • Wolfgang Braungart: Gegenwärtigkeit der Literatur. Notizen zur Einführung. Am Beispiel dreier Gedichte Eduard Mörikes, Uwe Kolbes und Dirk von Petersdorffs. In: Gegenwart Literatur Geschichte. Zur Literatur nach 1945. Hrsg. von Wolfgang Braungart und Lothar van Laak. Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2013.

2014

  • Harald Hartung: Die Vierzigjährigen. Dirk von Petersdorff: Nimm den langen Weg nach Haus. In: Die Launen der Poesie. Deutsche und internationale Lyrik seit 1980. Hrsg. von Heinrich Detering. Göttingen: Wallstein 2014. S. 329-331.
  • Eckhard Schumacher: "Wo komme ich denn bitte vor?" Stefan George bei Dirk von Petersdorff. In: George-Jahrbuch 10 (2014/15). S.111-124.

Weiterführende Informationen

Termine

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