Jonathan Geiger, M.A.

Fachgebiet: Dokumentarische Medieninformation, Philosophische Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Sprachphilosophie, Semantische Netze, Digitale Geisteswissenschaften

JG_mono.jpg

Kontakt

Digitale Akademie
Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz
Geschwister-Scholl-Str. 2
55131 Mainz

work 06131/577-176



Visitenkarte

Biographie

Werdegang:

  • 2009 – 2012: B.Eng. in Information Science and Engineering an der Hochschule Darmstadt (Schwerpunkt Medieninformation, Abschluss mit Auszeichnung)
  • 2012 – 2015: M.Arts in Technikphilosophie an der Technischen Universität Darmstadt (Schwerpunkt Epistemologie und Wissenschaftstheorie)
  • seit Jan 2016: Promotionsstudium im Bereich Philosophie an der Technischen Universität Darmstadt (Thesis-Arbeitstitel: Frage und Fraglichkeit in technischen und sozialen Kontexten, Supervisors: Petra Gehring und Alfred Nordmann)
  • Jan 2016 – Jun 2016: Forschungsaufenthalt an der University of Edinburgh, Schottland
  • seit Dez 2016: Trainee und wissenschaftliche Hilfskraft an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz (Abteilung Digitale Akademie, Projekt Deutsche Inschriften Online)

Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte:

  • Themenfelder: Sozialepistemologie, Diskurstheorie, Sprachphilosophie, Technikphilosophie, Wissenssoziologie, Methodologie, Wissensmanagement, Data-driven historiography
  • Forschungsgegenstände: Frage und Fraglichkeit, Materialität und Nicht-Materialität der Digitalität, Daten und Information, Computertechnologien, technische Grammatiken, Kreativität, Negativität und Nichtwissen, Sprache als Medium, Begriff des Begriffs
  • Methoden: Hermeneutik, Sprachanalyse, Diskursanalyse, Knowledge Engineering
  • Autoren: Wittgenstein, Austin, Foucault, Luhmann, Kuhn, Fleck; Capurro, Gamm, Gehring, Nordmann, Janich, R. Kuhlen
  • Digitale Komponenten: Suchmaschinentechnologie, Webscraping, Ontologien, semantische Netze und Graphentechnologie
  • Thesen:
    • Sprache ist ein Medium, in dem durch Begriffe unsprachliche Phänomene differenziert und damit konstituiert werden (sprachlich positiviert).
    • Objektivität ist Intersubjektivität.
    • Korrespondenztheoretische Verifikation von Wissen ist nur durch technisches Handeln möglich.
    • Technik ist nicht wertneutral, sondern weist in der Matrix seiner Multistabilität dispositionelle Eignungen für bestimmte Handlungszwecke auf ("Virtuosität der Technik").
    • Das Kernstück der Digitaltechnologie ist die bijektive Abbildung.
    • Daten sind Sprache, die durch die technische Grammatik der Digitaltechnologie strukturiert wird.
    • Fragepräferenz ist Antwortantizipation (Hieber). Sowie: Dokumentationspräferenz ist Frageantizipation.
    • Die Digitalisierung vertieft die Kluft zwischen Arm und Reich.
    • Internetsuchmaschinen tragen durch die Präfigurierung des Denkbaren zur Auflösung von Dissensen bei und wirken dadurch entdemokratisierend.
    • Die Digitalisierung der Philosophie trägt das Potential eines epistemischen Zugewinns qua Digitalisierung.

Mitgliedschaften:

Links:

Publikationen

Aufsätze und Artikel:

  • Geiger, Jonathan; Seubert, Katharina; Oßmann, Carina; Yavas, Bünyamin: Qualitätsbewertung von Online-Informationsressourcen, in: Information - Wissenschaft & Praxis 62 (2011), S. 227-232.

Zurück

In der Akademie