Symposium ›Neuropathischer Schmerz: von der Pathophysiologie zur Therapie‹

Veranstaltungsdetails

Zeit
Ort
Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

Robert F. Schmidt, von 1987 bis 2017 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz, war ein Pionier der deutschen Schmerzforschung. In Memoriam an ihn richten wir in Kooperation mit der Akademie für ärztliche Fortbildung in Rheinland-Pfalz das Symposium ›Neuropathischer Schmerz: von der Pathophysiologie zur Therapie‹ aus.

Etwa acht Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Dabei hat die Anzahl der Patienten mit neuropathischen Schmerzen mit dem demographischen Wandel deutlich zugenommen. Neuropathische Schmerzen müssen zunächst diagnostisch von physiologischen und pathophysiologischen Nozizeptorschmerzen unterschieden werden. Neuropathische Schmerzen können durch Veränderungen im Gehirn oder Rückenmark ausgelöst werden, treten aber häufiger durch Schäden des peripheren Nervensystems auf. Die Ursachen der Nervenschädigungen sind vielfältig, beinhalten neuronale und immunologische Faktoren und können häufig nur durch Biopsien diagnostiziert werden, die aber gerade bei diesen Patienten besonders schmerzhaft sind. Erste Untersuchungsergebnisse weisen darauf hin, dass direkte Untersuchungen der Hornhaut in der Diagnostik der Neuropathien eingesetzt werden können, da sich dort die frühesten Veränderungen hinsichtlich Schädigungen der Nervenfasern beobachten lassen, noch bevor der Patient Symptome neuropathischer Schmerzen aufweist. Die bessere Kenntnis der Ursachen der verschiedenen Formen der Erkrankungen könnte entscheidend dazu beitragen, Biomarker zu erforschen und letztendlich auch bessere, maßgeschneiderte Therapieformen zu entwickeln.

Um Anmeldung wird gebeten bis 21. März 2018 an veranstaltungenadwmainz.de.

Einladungsflyer

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