›S.O.S. Eisberg‹ (1933): Filmvorführung und Matinée mit Matthias Fanck, Jörn Thiede und Nina Goslar

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Kino Capitol, Neubrunnenstraße 9, 55116 Mainz
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Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

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55131 Mainz

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Im Rahmen des Begleitprogramms zum Symposium ›Das Klima der Arktis: Ein Frühwarnsystem für die globale Erwärmung‹ beleuchtet Prof. Dr. Jörn Thiede, früherer Direktor des Alfred-Wegener-Instituts, Akademiemitglied und Leiter des Forschungsprojekts ›Frühwarnsysteme für globale Umweltveränderungen und ihre historische Dokumentation in natürlichen Klimaarchiven‹ den Spielfilm ›SOS Eisberg‹ im Hinblick auf seine Authentizität und thematisiert Arktisexpeditionen damals und heute.

 ›S.O.S. Eisberg‹ (1933), die Geschichte einer Rettungsexpedition im Polarmeer, zeigte als erster deutscher Spielfilm die besondere Schönheit der Eislandschaften Grönlands. Das bildgewaltige Drama mit Elementen eines Berg- und eines Katastrophenfilms wurde zum Großteil unter schwierigsten Bedingungen an Originalschauplätzen gedreht, in den Hauptrollen sind Sepp Rist, Leni Riefenstahl und Ernst Udet zu sehen. Regisseur und Drehbuchautor der deutsch-amerikanischen
Koproduktion war Arnold Fanck, der sich bereits mit Bergfilmen wie ›Die weiße Hölle vom Piz Palü‹, ›Stürme über dem Montblanc‹ und ›Der weiße Rausch‹ einen Namen gemacht hatte. Begleitet wurde das Filmteam von dem dänischen Polarforscher Knud Rasmussen.

Das Drehbuch basierte auf der gescheiterten Expediton von Alfred Wegener und einem Hörspiel von Friedrich Wolf, das den Absturz eines Luftschiffes im nördlichen Eismeer und dessen internationale Rettungsaktion im Jahr 1928 behandelte. Die Dreharbeiten fanden 1932 statt, bei der Premiere des Films im August 1933 blieben die Namen der jüdischen Mitarbeiter, wie Friedrich Wolf und Paul Dessau, im Abspann ungenannt. Nach der Vorführung werden Matthias Fanck, Enkel des Regisseurs, der Polarforscher Jörn Thiede und Nina Goslar (Filmredaktion ZDF/ARTE) über den Film sprechen.

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