Literatur im Landtag: Barbara Honigmann liest aus ›Georg‹

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Plenarsaal des Landtags Rheinland-Pfalz

Wenn Barbara Honigmann das Leben ihres Vaters erzählt, Deutscher und Emigrant, Jude und Kommunist, dann macht ihr unvergleichlicher Ton aus einer persönlichen Familiensaga die Geschichte des deutschen zwanzigsten Jahrhunderts.

»Mein Vater heiratete immer dreißigjährige Frauen. Er wurde älter, aber seine Frauen blieben immer um die dreißig … Sie hießen Ruth, Litzy, das war meine Mutter, Gisela und Liselotte ….«, das ist die private Seite einer Lebensgeschichte, die um die halbe Welt führt: Herkunft aus Frankfurt, Odenwaldschule, Paris-London-Berlin, dazwischen Internierung in Kanada, nach der Emigration der Weg in die DDR. Und bei alldem die wiederkehrende Erfahrung: »Zu Hause Mensch und auf der Straße Jude.« Barbara Honigmann erzählt lakonisch und witzig, traurig und mitreißend von ihrer deutsch-jüdisch-kommunistischen Sippe. Ein schmales Buch, aber ein großes Buch über Deutschland und die bewegende nachgetragene Liebeserklärung an einen außergewöhnlichen Mann: »Das war Georg, mein Vater.«

Im Anschluss an die Lesung folgt ein Gespräch zwischen Barbara Honigmann und Ursula Krechel, Vizepräsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur.

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