OPERA - Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen

Träger Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
Projektleitung Prof. Dr. Thomas Betzwieser
Mitarbeiter Janine Droese M.A.
Dr. Norbert Dubowy
Dr. Andreas Münzmay
Janette Seuffert M.A.
Anschrift OPERA - Spektrum des europäischen Musiktheaters
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Musikwissenschaft
Senckenberganlage 31, 60325 Frankfurt a. M.
Postfach 111 932, 60054 Frankfurt a. M.
Telefon (069) 798 22 -164, -165, -166, -171
e-mail opera(at)uni-frankfurt.de
Verlag Bärenreiter-Verlag, Kassel
Umfang der Ausgabe Geplant sind 21 Werke in 24 Notenbänden. Die Kritischen Berichte werden auf digitalen Datenträgern den Bänden beigefügt. (Stand: Jahresbericht 2012)

Das international ausgerichtete, auf 15 Jahre angelegte Projekt "OPERA. Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen" widmet sich der kritischen Edition herausragender Werke des europäischen Musiktheaters in seinen vielfältigen Erscheinungsformen. Herausgegeben werden insgesamt 21 Kompositionen französischer, italienischer, deutscher, skandinavischer und slawischer Provenienz, wobei gezielt auch Gattungen einbezogen werden, die in bisherigen editorischen Unternehmungen kaum oder überhaupt nicht beachtet wurden und jeweils eigene editorische Problematiken mit sich bringen, wie beispielsweise Ballett, Schauspielmusik, Melodram oder Operette. Erstmals werden auch die Libretti mit in die kritische Ausgabe integriert. Die Werke sind in Modulgruppen zusammengefasst, welche die jeweils spezifischen Editionsproblemata widerspiegeln.

Antonio Salieris 'Prima la musica e poi le parole'. Links: Autograph (Österreichische Nationalbibliothek Wien, Mus. Hs. 4492. Mitte: Textedition als xml-Dokument. Rechts: Partitur Bärenreiter-Verlag Kassel (Stand Januar 2010)

Neuartig ist nicht nur die Orientierung an editorischen Problemstellungen, sondern auch die Präsentationsform in sog. Hybrid-Ausgaben, bei welchen die Partituren in traditioneller Buchform erscheinen, die Libretti und kritischen Berichte hingegen auf einer elektronischen Plattform erstellt und präsentiert werden. Damit hebt sich das Vorhaben markant von der bisherigen Editionspraxis musikalischer Bühnenwerke ab. Auf diese Weise sind zum einen die editorischen Entscheidungen aufgrund der Zugriffsmöglichkeit auf die zugrunde liegenden Quellen unmittelbar nachvollziehbar und somit in jeder Hinsicht transparent; zum anderen ist es für den Benutzer möglich, verschiedene Fassungen des Operntextes zu generieren, was nicht nur für die musikalische Bühnenpraxis völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Hinsichtlich der Implementierung digitaler Präsentationsformen kooperiert das Projekt OPERA eng mit dem an der Universität Paderborn angesiedelten Projekt "Edirom" (DFG), welches seit 2004 digitale Editionsformen für Musik entwickelt.