Monatsauswahl
Bionik-Symposium
Datum: 20.01.2012
„Lernen von der Natur“ – das sieht einfach aus, ist aber durchaus herausfordernd. Bevor man etwas umsetzen kann, muss man es verstanden haben. Das gilt auch für physikalisch-„technische“ Aspekte, an denen die Natur ja so reich ist. In der Wissenschaft geht es also zunächst einmal darum, zu erkennen, über welche derartigen Prinzipien die Natur verfügt und diese Prinzipien qualitativ und quantitativ zu verstehen. Diese Facette bezeichnen wir als „Technische Biologie“. Fragen der technischen Umsetzung gehören zur Bionik im engeren Sinne. In diesem Zusammenhang hat sich die Bionik zu einem faszinierenden Wissenschaftsgebiet entwickelt, das Prinzipien der Natur auf technische Systeme überträgt und damit interessante technische Lösungen schafft, Kreativität beflügelt, wie auch Innovationen inspiriert. Natur- und Ingenieurwissenschaften kooperieren bei bionischen Problemstellungen intensiv, lernen voneinander und entwickeln sich gemeinsam weiter. Bionik hat deshalb hervorragende Zukunftsperspektiven und wird zu einem zunehmend attraktiveren Wissenschaftsgebiet, gerade auch für zukünftige Generationen von Wissenschaftlern.
Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz hat dieses zukunftsträchtige Thema gerne aufgegriffen und möchte mit ihrem Bionik-Symposium zu einer Standortbestimmung beitragen und zu weiteren Initiativen in der Bionik motivieren. Wissenschaftler aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften stellen Ergebnisse wie auch Forschungsperspektiven vor, ergänzt durch Lösungen, die aufzeigen, wie wissenschaftliche Ergebnisse in industrielle Produkte umgesetzt werden können.
Die Natur unter Einbringung physikalisch technischen know how´s verstehen und von der Natur für die Technik lernen – beide Aspekte bilden sich in den Vortragsthemen der Referenten ab. Sie zeigen auch auf, wie sich Natur evolutionär entwickelt und wie Ingenieure auch davon lernen können.
Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz wendet sich mit dem Bionik-Symposium an Natur- und Ingenieurwissenschaftler, insbesondere auch an junge Wissenschaftler, die sich von interdisziplinären Sichtweisen im Sinne der Bionik angesprochen fühlen.
- Dateien:
Einladung_zum_Bionik-Symposium.pdf676 K
