Impatiens academiae moguntinae
Stellenausschreibung
Im Rahmen des von der Mainzer Akademie betreuten Forschungs- und Editionsprojekts „Prähistorische Bronzefunde“ ist an der Arbeitsstelle Frankfurt a. M. die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters zu besetzen.
Ausschreibung Kurt-Ringger-Stiftung 2010
Preis der Kurt-Ringger-Stiftung zur Förderung der Romanistik
Ausschreibung Wilhelm-Lauer-Stiftung 2010
Preis der Wilhelm-Lauer-Stiftung zur Förderung des Nachwuchses in der geoökologischen Forschung
Ausschreibung Förderkolleg der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Die Bayerische Akademie der Wissnescahften schreibt zum zweiten Mal sechs Stipendien im Förderkolleg der Byerischen Akademie der Wissenschaften aus.
Ausschreibung Akademiekonferenzen für junge Wissenschaftler
Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften lädt Gruppen von jungen Wissenschaftlern ein, sich mit Ideenskizzen um Mittel zur Ausrichtung einer wissenschaftlichen Konferenz zu bewerben.
Weitere Informationen
Herbert Rosendorfer erhält Corine Buchpreis

- Foto: Julia Andreae Rosendorfer
Der Schriftsteller Herbert Rosendorfer erhält für sein Lebenswerk den internationalen Corine Buchpreis 2010. Die Auszeichnung wird vorraussichtlich von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am 28. November bei einer Gala im Münchner Cuvilliéstheater verleihen.
Herbert Rosendorfer ist seit 1988 ordentliches Mitglied der Klasse der Literatur.
Lauer-Lecture 2010

- v.l.n.r.: Prof. Dr. Matthias Winiger, Prof. Dr. Christian Körner, Prof. Dr. Claudius Geisler
Das geographische Institut der Universität Bonn, dessen langjähriger Direktor Professor Dr. Wilhelm Lauer war, veranstaltet seit 2009 jährlich eine Lesung zu seinen Ehren, bei der die aktuellen Forschungsarbeiten vorgestellt werden sollen. Bei der Lauer-Lecture am 25. Juni 2010 hielt Prof. Dr. Christian Körner von der Universität Basel einen Vortrag zum Thema „Warum gibt es Waldgrenzen im Gebirge?“. Das Grußwort sprach der Generalsekretär der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Prof. Dr. Claudius Geisler.
Wilhelm Lauer war von 1970-2007 ordentliches Mitglied der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Mainzer Akademie, wo er die Leitung der Kommission für erdwissenschaftliche Forschung übernahm und die Wilhelm-Lauer-Stiftung einrichtete. Ziel der Stiftung ist es, innovative Forschungen aus den Bereichen Landschaftsökologie, Hochgebirgsforschung und Biogeographie zu fördern. Seit 2009 wird zusätzlich der Wilhelm-Lauer-Preis ausgelobt. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird bei der Jahresfeier der Akademie der Wissenschaften und der Literatur am 5. November 2010 verliehen.
Verleihung der Zedler-Medaille 2010
Wikimedia Deutschland verleiht in Zusammenarbeit mit der Mainzer Akademie und dem Verlag Spektrum der Wissenschaft seit 2007 jährlich die Zedler-Medaille für herausragende neue Lexikonbeiträge in den Kategorien Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften. Benannt ist der Preis nach Johann Heinrich Zedler, dessen Universal-Lexicon zwischen 1732 und 1754 in 64 Bänden und vier Supplementbänden erschien und als größtes bis dahin gedrucktes Universallexikon des Abendlandes gilt.
Anlässlich des Wissenschaftsjahres 2010 wird in diesem Jahr ein Zedler-Sonderpreis für einen herausragenden Artikel im Themenfeld „Die Zukunft der Energie“ verliehen. Die Preise werden erstmalig von BASF SE bereitgestellt.
Als weitere Neuerung in diesem Jahr wird zusätzlich zu den Lexikonbeiträgen ein Bildwettbewerb ausgeschrieben: Gesucht werden herausragende Fotos und Grafiken, die einen bisher nicht oder nur unzureichend illustrierten Artikel aus den Bereichen Natur- oder Geisteswissenschaft in der Wikipedia illustrieren. Auch hier wird ein Sonderpreis für ein Bild zum Thema „Die Zukunft der Energie“ vergeben.
Ab 15. Juli 2010 können Beiträge zur Zedler-Verleihung bei Wikimedia Deutschland eingereicht werden. Teilnahmeschluss für die Einreichung der Beiträge ist der 30. September 2010.
Die Preisverleihung im November wird begleitet von einer Podiumsdiskussion mit Wissenschaftlern der Mainzer Akademie zum Thema „Die Energie des Wissens – was Wissen schafft, bewegt“, als Moderator konnte erneut Herr Volker Panzer (ZDF nachtstudio) gewonnen werden.
Augustinus Studientag 2010

- Überreichung der Festschrift "Spiritus et Littera" (s. Pressemeldung) Foto: Andreas Mack (ZAF)
Unter dem Rahmenthema „Was ist Zeit?“ beschäftigte sich am 18. Juni 2010 der achte Würzburger Augustinus-Studientag. Mit mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, darunter der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann, stieß der diesjährige Studientag auf ein bisher nicht dagewesenes Interesse der Öffentlichkeit.
Neuer Musik-Katalog mit über 700.000 Nachweisen online
Seit Juni 2010 bietet das Internationale Quellenlexikon der Musik (RISM), ein Projekt der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, einen neuen, kostenfreien Online-Katalog zur Musik an, der einen Einblick in bisher unerreichbare Schätze der Musikgeschichte gibt. Etwa 700.000 meist handschriftliche Quellen, die weltweit in Bibliotheken und Archiven aufbewahrt sind, werden in dieser Datenbank ausführlich nach wissenschaftlichen Kriterien nachgewiesen. In ihnen sind musikalische Werke von 30.000 Komponisten überliefert.
Der Katalog wurde ermöglicht durch eine Kooperation zwischen dem Internationalen Quellenlexikon der Musik (Répertoire International des Sources Musicales, kurz RISM), der Bayerischen Staatsbibliothek und der Staatsbibliothek zu Berlin.
Obwohl es seit 500 Jahren den Notendruck gibt, waren bis weit in das 19. Jahrhundert Handschriften eine wesentliche Grundlage der musikalischen Überlieferung – vieles wurde nie gedruckt, seien es Opern, Sinfonien oder Kirchenmusik. Das RISM hat sich zum Ziel gesetzt, diesen gewaltigen Fundus für Forschung und Musikpraxis zugänglich zu machen: Die Datenbank, die von Forschern in über 30 Ländern erarbeitet wurde, kann nun kostenfrei über das Internet abgerufen werden. Viele der in diesen Ländern katalogisierten Bestände von Bibliotheken und Archiven wurden im Rahmen des Projekts erstmals verzeichnet und sind so überhaupt für eine breite Öffentlichkeit zugänglich.
Die Katalogeinträge umfassen u.a. Angaben zu den Komponisten (mit Lebensdaten), Titel und Besetzung der Kompositionen mit Nachweisen zu deren Verzeichnung in der Fachliteratur. Die Handschriften selbst werden ausführlich beschrieben im Blick auf deren Schreiber, Herkunft und Entstehungszeit. Zudem wird fast jedes Werk durch Musikincipits, d.h. den Beginn der wichtigsten Stimmen in Notenschrift, eindeutig identifizierbar.
Die Datenbank gibt nicht nur Auskunft über die Verbreitung der Werke heute noch bekannter Komponisten, sondern liefert auch eine Fülle von Informationen über die vielen in ihrer Zeit geschätzten, heute aber wenig bekannten oder vergessenen Tonkünstler. Für die Musikgeschichte stellt die Datenbank daher ein Instrument von unschätzbarem Wert dar und ermöglicht auch der musikalischen Praxis zahlreiche „Ausgrabungen“ und Wiederentdeckungen.
Verschiedene Suchfelder erlauben nicht nur die Recherche nach bestimmten Komponisten, Werktiteln oder musikalischen Besetzungen, sondern auch nach der Herkunft und der Entstehungszeit der Handschriften oder nach anderen Personen wie Textdichtern, Vorbesitzern und Widmungsträgern.
Der Katalog im Internet: opac.rism.info
Ansprechpartner:
Klaus Keil
RISM-Zentralredaktion an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
Sophienstr. 26
60487 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 706231
email: k.keil@ub.uni-frankfurt.de
Jürgen Diet
Bayerische Staatsbibliothek
Referat Digitale Bibliothek
Ludwigstr. 16
80539 München
Tel.: +49 89 28638-2768
email: juergen.diet@bsb-muenchen.de
Akademische Feier zu Ehren von Clemens Zintzen

- Clemens Zintzen
Prof. Dr. Clemens Zintzen, der langjährige Präsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, hat am 24. Juni seinen 80. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass hat die Akademie zu einer akademischen Feier am 2. Juli 2010 eingeladen.
Frau Prof. Dr. Dorothee Gall, Universität Bonn, ordentliches Mitglied der Akademie seit 2003, hielt zu Ehren ihres Lehrers einen Vortrag über "Die Chance der Humanität angesichts der Pest: Eine komparatistische Studie zu Thukydides, Lukrez und Camus"; der Schriftsteller Herbert Rosendorfer, ordentliches Mitglied der Akademie seit 1988, las die unveröffentlichte Geschichte "Der Frosch". Als musikalisches Intermezzo wurden Herbert Rosendorfers »Schlichte Weisen« op. 12 aufgeführt. Frau Präsidentin Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll begrüßte den Ehrengast und die Teilnehmer der Feier.
Clemens Zintzen ist seit 1977 ordentliches Mitglied der Akademie, von 1986 bis 1993 bekleidete er das Amt des Vizepräsidenten der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse, von 1993 bis 2005 stand er der Akademie als deren Präsident vor. Von 1997 bis 2002 war er Präsident der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften.
Die Akademie legt anlässlich des Geburtstages von Clemens Zintzen eine Sammlung der Reden vor, die er bei den akademischen Jahresfeiern gehalten hat, ergänzt um zwei programmatische Vorträge, in denen er die Bedeutung der Akademien für die Forschung herausgestellt hat: Clemens Zintzen, Akademie-Reden. Herausgegeben von Norbert Miller und Gernot Wilhelm. 180 Seiten, 12 Abbildungen. Broschiert. Hildesheim, Zürich, New York: Georg Olms Verlag 2010. 19,80 €. ISBN 978-3-487-14416-0.
Band 6 der "Entstehung von Goethes Werken" erscheint im September 2010

- Katharina Mommsen, Professor emerita, Stanford University

- Dr. Manfred Wenzel, Vorsitzender der Wetzlarer Goethe-Gesellschaft e.V.
Seit 2008 besteht eine formale Kooperation der Akademie mit der Mommsen Foundation for the Advancement of Goethe Research, die ihren Sitz in Palo Alto/Kalifornien hat und Trägerin des philologischen Großprojekts "Die Entstehung von Goethes Werken in Dokumenten" ist. Das in den 1950er Jahren von Momme und Katharina Mommsen an der Ostberliner Akademie begonnene Projekt wurde nach Erscheinen von zwei Bänden im Jahr 1958 Opfer des Berliner Mauerbaus und der deutschen Teilung. Erst nach der Wende war an eine Fortsetzung zu denken, die inzwischen – nach dem Tod von Momme Mommsen im Jahr 2001 – von Katharina Mommsen und einem von ihr ausgewählten Expertenteam kontinuierlich vorangetrieben wird.
Nach den Bänden 3 und 4 (2006 und 2008) erscheint am 17. September 2010 in Weimar, am Vorabend von Katharina Mommsens 85. Geburtstag, der knapp 1000 Druckseiten umfassende Band 6 des Unternehmens, der die Buchstabenfolge FER-GYPS umfasst (Band 5 mit den Entstehungszeugnissen zum Faust wird voraussichtlich bereits 2011 folgen). Für den 6. Band hat unser Mitarbeiter Dr. Manfred Wenzel von der Büchner-Ausgabe in Marburg, an dessen Person die Kooperation zwischen Akademie und Mommsen Foundation gebunden ist, 21 Artikel zu naturwissenschaftlichen Schriften Goethes verfasst, nachdem er bereits für die vorausgehenden Bände einen großen Teil des Farbenlehre-Komplexes bearbeitet hatte. Eine Präsentation des internationalen Großprojekts in den Räumen der Akademie ist in Planung.
Daniel Kehlmann gewinnt Prix Cévennes für den besten europäischen Roman

- Foto: E.-D. Hehl, November 2005
Der Autor Daniel Kehlmann gewinnt mit der französischen Übersetzung seines Romans "Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten" den Literaturpreis "Prix Cévennes" für den besten europäischen Roman.
In der Jury-Begründung heißt es, nicht nur die Komposition und die Form des Romans seien brillant, auch die Art und Weise, in der der Autor wahre Lebensfragen stelle - nach dem Wesen des Ruhms, der Identität und danach, was es heißt, den Anderen zu kennen oder eben nicht, ihn zu verkennen. Der Jury-Vorsitzende Alberto Manguel überreichte Daniel Kehlmann und der Übersetzerin Juliette Auberd den Preis in Alès, Südfrankreich. Der Preis wird seit 2007 jährlich vergeben und ist mit 20.000 Euro für den Autor und 5.000 Euro für den Übersetzer dotiert.
Daniel Kehlmann ist seit 2004 ordentliches Mitglied der Klasse der Literatur.
Helmholtz-Medaille für Niels Birbaumer

Am 3. Juli 2010 wird Herrn Professor Dr. Dr. h.c. Niels Birbaumer von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften die Helmholtz-Medaille verliehen. Bei der Helmholtz-Medaille handelt es sich um den höchsten Wissenschaftspreis dieser Akademie.
Niels Birbaumer ist seit 1993 ordentliches Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur.
Michael Krüger erhält den Joseph-Breitbach-Preis 2010

- Michael Krüger 2002 (Copyright: Jürgen Bauer)
Die Jury des Joseph-Breitbach-Preises, den die Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, und die Stiftung Joseph Breitbach gemeinsam vergeben, hat in ihrer Sitzung am 24. April 2010 den Dichter, Essayisten und Herausgeber Michael Krüger als diesjährigen Preisträger benannt.
Die Begründung der Jury:
"Der Joseph-Breitbach-Preis 2010 wird an den Dichter, Essayisten und Herausgeber Michael Krüger verliehen. Der Lyriker hat in einer Reihe wichtiger Gedichtbände auf die Entwicklung der Poesie Einfluss genommen und in immer erneuerter Unmittelbarkeit gegenwärtige Erfahrung an die großen Traditionen des 20. Jahrhunderts angeschlossen. Der Erzähler hat in einer für ihn charakteristischen, schwebendironischen Haltung scharf umrissene Augenblicksbilder der Gesellschaft entworfen. Der Essayist und langjährige Herausgeber der bedeutendsten deutschen Literaturzeitschrift hat die europäische und anglo-amerikanische Avantgarde mit der deutschsprachigen verknüpft. Auf einzigartige Weise kann der Schriftsteller und Verleger Michael Krüger als das ästhetisch-literarische Gewissen der Moderne gelten."
Uni-Präsident Forchel besucht das Zentrum für Augustinus-Forschung

- Professor Cornelius Mayer (links) überreicht Universitätspräsident Forchel den "Augustinus-Zitatenschatz". - Foto: Guntram Förster (ZAF)
Am 15. April 2010 stattete der Präsident der Uni Würzburg, Professor Dr. Alfred Forchel, dem Zentrum für Augustinus-Forschung (ZAF) einen Antrittsbesuch ab. Er ließ sich im Rahmen einer Führung durch die Institutsräume und die "Bibliotheca Augustiniana" ausführlich über die Forschungsschwerpunkte des Zentrums und die dort geleistete geisteswissenschaftliche Grundlagenarbeit informieren. Als Kern der Würzburger Augustinus-Projekte stellte Professor Cornelius Mayer das in den ersten Jahren von der DFG, heute von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz betreute Augustinus-Lexikon sowie die elektronische Werkedition Corpus Augustinianum Gissense vor. Diese beiden Standardwerke begründeten das internationale Renommee des Zentrums für Augustinus-Forschung.
Neu erschienener erster Band mit Orgelwerken Max Regers offiziell präsentiert

- v.l.n.r.: Ministerialdirigent Hans Georg Koch, Präsidentin Elke Lütjen-Drecoll, Günter Graulich (Carus-Verlag), Prof. Dr. Susanne Popp, Dr. Johannes Graulich (Carus-Verlag)
Am 15. April 2010 fand in der Gaisburger Kirche, Stuttgart, die offizielle Präsentation des ersten Bandes mit Choralphantasien Max Regers statt. Neben Grußworten, auch durch die Präsidentin der Akademie, Frau Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll, und einer Vorstellung der DVD erklangen zwei Choralphantasien Regers an der Weigle-Orgel, vorgetragen von Prof. Christoph Bossert und Jörg Halubek.
Seit Januar 2008 entsteht unter Leitung von Frau Prof. Dr. Susanne Popp und Prof. Dr. Thomas Seedorf im Max-Reger-Institut in Karlsruhe eine wissenschaftlich-kritische Ausgabe von Werken Regers, die im Carus-Verlag, Stuttgart, erscheint. Die Reger-Werkausgabe wird von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur im Rahmen des Akademienprogramms gefördert und geht als Hybrid-Edition ganz neue Wege der Editionstechnik. Die fundierte Neuausgabe verbindet als Novum gedruckten Notentext mit digitalen Teilen. Auf einer zum Notenband gehörenden DVD finden sich die Abbildungen sämtlicher verfügbarer und relevanter Quellen. Ein ebenfalls in digitaler Form gestalteter enzyklopädischer Teil bietet weitergehendes Informations- und Bildmaterial zur Werkgeschichte, zu Widmungsträgern und Uraufführungsinterpreten, Dispositionen von Reger-Orgeln und vieles andere mehr. Regers Schaffen wird somit in einen für das Verständnis notwendigen historischen und biografischen Kontext eingebettet.
Einen Radiobericht über den Festakt auf "SWR 2 Musik aktuell".
Lutz Seiler erhält den Deutschen Erzählerpreis 2010

- Lutz Seiler (Foto: E.-D. Hehl 2009)
Lutz Seiler, seit 2007 ordentliches Mitglied der Klasse der Literatur, erhält für sein Buch "Die Zeitwaage" den Deutschen Erzählerpreis 2010. Der Preis ist mit einem dreimonatigen Aufenthalt im Hotel Dellavalle, Locarno, verbunden und wird am 4. September dort verliehen.
In der Jurybegründung heißt es: "Die Erzählungen verklären nichts, sie rechnen nicht ab mit dem alten System, und sie verzaubern doch mit ihrer sanften, ausschwingenden Sprache. Ein ums andere Mal kommt Seiler ganz nah heran an den Klang der Dinge. Ein Lyriker, der zum Erzähler wurde, ein Erzähler, der Lyriker geblieben ist."
Artikel über Leichenpredigten im Magazin epoc erschienen

In der Ausgabe 3/10 des Magazins epoc ist der Artikel "Texte für die Ewigkeit" von Dr. Jörg Witzel, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Akademievorhabens Leichenpredigten der Frühen Neuzeit, Arbeitsstelle Marburg, erschienen:
Gedruckte Leichenpredigten sollten im 17. und 18. Jahrhundert die Hinterbliebenen trösten. Heute nutzen Historiker diese Leichenpredigten, etwa um die Wanderrouten von Gesellen der Frühen Neuzeit zu rekonstruieren und andere Forschungslücken zu schließen.
Carl Maria von Webers Oper ›Silvana‹ wird nach 200 Jahren erstmals in der Urfassung aufgeführt – Aufführungsmaterialien wurden von einem Projekt der Mainzer Akademie vorbereitet

Pünktlich zum 200jährigen Jubiläum der Premiere wird am 18. April 2010, 19 Uhr, im Münchner Prinzregententheater erstmals die Urfassung dieser »heroischen Oper in drey Aufzügen« erklingen. Das Münchner Rundfunkorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Ulf Schirmer führen Webers erste Oper konzertant auf. Der Bayerische Rundfunk überträgt die Aufführung live. Solisten sind Michaela Kaune (Sopran), Ferdinand von Bothmer (Tenor), Jörg Schörner (Tenor), Detlef Roth (Bariton) und Simon Pauly (Bariton), die Choreinstudierung liegt in den Händen von Robert Blank.
Am 16. September 1810 ging in Frankfurt am Main zum ersten Mal Carl Maria von Webers Oper ›Silvana‹ über die Bühne. Erst elf Jahre später präsentierte Weber erneut eine abendfüllende Oper – den ›Freischütz‹. Während dieser sich zum Kassenschlager aller europäischen Bühnen entwickelte, ist ›Silvana‹ heute trotz ihrer durchaus beachtlichen Aufführungsgeschichte im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts nahezu vergessen.
Die erstmalige Aufführung der Urfassung dieses Werkes, das Weber später mehrfach überarbeitete, wurde möglich durch die Arbeit eines Projektes der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe in Berlin/Detmold, das zusammen mit dem Verlag Schott die kompletten Materialien für diese Aufführung durch einen außerordentlichen Einsatz in kürzester Zeit vorbereitete: Eine fast 700 Seiten umfassende Partitur, ein Textbuch, einen 280seitigen Klavierauszug und nahezu 900 Seiten Orchesterstimmen wurden von Markus Bandur ediert. Trotz der damit verbundenen erheblichen Belastungen fließen diese wertvollen Erfahrungen und die Anregungen der Aufführung unmittelbar in die endgültige Gestalt des Ende 2010 erscheinenden Bandes in der Gesamtausgabe ein. Auf diese Weise bleibt das Resultat der editorischen Arbeit nicht zwischen Buchdeckeln versteckt, sondern steht für weitere Aufführungen zur Verfügung. Zugleich wird die Urfassung als Tonträger produziert: Damit sind dank der zügigen editorischen Leistungen und der Zusammenarbeit zwischen Herausgebern, Verlag und Musikschaffenden gute Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme des Werkes ins Repertoire geschaffen.
Mainz ist Stadt der Wissenschaft 2011

- Logo des Wettbewerbs "Stadt der Wissenschaft"

- Die Mainzer Delegation mit der Siegerurkunde (Foto: David Ausserhofer)
Hochkarätige Delegation präsentierte in Berlin erfolgreich die Mainzer Bewerbung ‑ Entscheidung des Stifterverbandes mit Jubel aufgenommen
Pressemeldung Stadt Mainz, 25.3.2010: Unter dem Motto "Mainz leidenschaftlich wissenschaftlich. Stadtlandschaft voller Kreativität" hatte die Landeshauptstadt Mainz gemeinsam mit der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ mehr als 500 Projektideen in ein Konzept gebracht und heute in Berlin beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vorgestellt. Im finalen Wettbewerb mit Bielefeld und Chemnitz errang Mainz nun für das Jahr 2011 den begehrten Titel "Stadt der Wissenschaft", der mit einem Zuschuss von 250.000 Euro für die Landeshauptstadt verknüpft ist. "Mit diesem Titelgewinn können wir unsere Ideen in die Tat umsetzen," freute sich der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel, der die Bewerbung der Landeshauptstadt gemeinsam mit Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch, Ganymed Geschäftsführerin Dr. Özlem Türeci und ZDF-Moderatorin Gundula Gause präsentiert hatte. Mehr als 30 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft hatten die Mainzer Bewerbung im Deutsche Bank Forum in Berlin unterstützt. Die Entscheidung des Stifterverbandes wurde in der Delegation mit Jubel aufgenommen. "Wir sind mit Begeisterung in das Bewerbungsverfahren eingestiegen und werden diese Begeisterung auch in die Umsetzung der Pläne mitnehmen," bekräftigte der OB und dankte zugleich allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Unterstützung. Jens Beutel: "Und natürlich freuen wir uns über alle, die sich auch in Zukunft einbringen wollen."
Die Staatsministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Doris Ahnen gratulierte: "Das ist ein großer und verdienter Erfolg für alle Akteure, die mit außerordentlichem Engagement eine hervorragende Bewerbung eingereicht haben. Die Stadt Mainz hat damit überregional deutlich gemacht, dass sie einen wichtigen Platz auf der wissenschaftlichen Landkarte Deutschlands einnimmt. Ich bin davon überzeugt, dass von dieser Auszeichnung regelrecht eine Aufbruchstimmung ausgehen wird, mit der die vielen guten Ideen und Ansätze mit Leben gefüllt werden. Die Landeshauptstadt Mainz hat als Wissenschaftsstadt beste Zukunftsaussichten!"
Der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Sprecher der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch: "Der Titel ist uns Impuls für ein tiefer gehendes Miteinander von Stadt und Wissenschaft mit dem ausdrücklichen Ziel, eine nachhaltige Veränderung der Lebensbedingungen aller Teile der Bevölkerung zu bewirken. Wir wollen das Wissen, das in den Mainzer Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen generiert wird, zum Nutzen der Stadt und der Bevölkerung in die Wissenspraxis überführen. Wir wollen ein Netzwerk knüpfen und Formate und Aktivitäten auf den Weg bringen, die weit über das Jahr 2011 Bestand haben und nachhaltig Wirkung entfalten. Die Landeshauptstadt Mainz hat in der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ einen starken Partner gefunden."
Die Präsidentin der Akademie der Wissenschaften und Literatur, Frau Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll, gratuliert der Stadt zu dieser Auszeichnung und freut sich, dass die Akademie mit ihren Aktivitäten im Rahmen der Mainzer Wissenschaftsallianz Teil der Stadt der Wissenschaft ist.
Klingende Denkmäler: Musikwissenschaftliche Gesamtausgaben in Deutschland

Die Ausstellung über die ›Klingenden Denkmäler‹, die seit 2005 bereits erfolgreich in zahlreichen Städten Deutschlands und der Schweiz gezeigt wurde, ist seit 21. Juni 2010 an der Universität Würzburg zu sehen. Mit dieser Ausstellung, zu der ein Katalog erschienen ist, werden die weltweit anerkannten musikwissenschaftlichen Editionen, die überwiegend mit Mitteln des Akademienprogramms gefördert und von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz betreut werden, einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.




