
Internationale Konferenz aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des RISM
04.06.2012 bis 06.06.2012 in der Akademie Mainz
Musik im Landtag, Mainz
RISM-Konzert-Abend 2004
Répertoire International des Sources Musicales (RISM), Zentralredaktion Frankfurt
| Träger | Internationales Quellenlexikon der Musik e.V., Kassel. Ehrenpräsident: Dr. Harald Heckmann (Ruppertshain), Präsident: Professor Dr. Dr. h.c. Christoph Wolff (Cambridge/Leipzig), Leiter der Zentralredaktion: Klaus Keil (Frankfurt) |
| Hauptamtliche Mitarbeiter | Susanne Büchner Dr. Martina Falletta Stephan Hirsch Klaus Keil Guido Kraus Alexander Marxen Jennifer Ward Isabella Wiedemer-Höll |
| Anschrift | Internationales Quellenlexikon der Musik Zentralredaktion an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Sophienstraße 26 60487 Frankfurt |
| Telefon | (069) 706231 |
| Telefax | (069) 706026 |
| contact(at)rism.info | |
| Verlage | Bärenreiter-Verlag, Kassel G. Henle Verlag, München NISC International, Inc., Baltimore, USA EBSCO Publishing, Inc., Ipswich, USA K. G. Saur Verlag GmbH, München |
Das Internationale Quellenlexikon der Musik - Répertoire International des Sources Musicales (RISM) - ist ein länderübergreifendes, gemeinnützig orientiertes Unternehmen mit dem Ziel, die weltweit überlieferten Quellen zur Musik umfassend zu dokumentieren. Die erfassten musikalischen Quellen sind handschriftliche oder gedruckte Noten, Schriften über Musik und Textbücher. Sie werden in Bibliotheken, Archiven, Klöstern, Schulen und Privatsammlungen aufbewahrt. RISM weist nach, was vorhanden ist und wo es aufbewahrt wird. Durch die Katalogisierung in einem umfassenden Lexikon werden die musikalischen Überlieferungen einerseits geschützt und andererseits der Musikwissenschaft und ausführenden Musikern zugänglich gemacht. Archivierung geschieht somit nicht zum Selbstzweck, sondern führt direkt zur praktischen Anwendung. In einer Serie A/I werden Einzeldrucke unter den Namen der Komponisten mit den Fundorten, in einer Serie A/II die Musikhandschriften nach 1600 nachgewiesen. Die Serie B ist für Spezialrepertorien vorgesehen wie z.B. Sammeldrucke des 16. und 17. Jahrhunderts, das deutsche Kirchenlied, musiktheoretische Quellen in lateinischer, griechischer, arabischer, hebräischer und persischer Sprache usw. Diese drei Serien werden durch eine Serie C, das Directory of Music Research Libraries, ergänzt. Die Serie A/II bildet den umfangreichsten Komplex des gesamten RISM und ist gegenwärtig der Schwerpunkt der Arbeit. Die handgeschriebenen Noten werden nach einem einheitlichen Schema mit mehr als 100 Kategorien umfangreich beschrieben. Die wichtigsten davon sind: Name der Komponisten, Titel der Werke in normierter Form, Musik-Incipit, Diplomatische Beschreibung der Titel, Form der Quelle (Partitur, Stimmen usw.) sowie Fundorte und Bibliothekssignaturen. Die Beschreibungen werden in einer Datenbank in der Zentralredaktion gespeichert. Seit 1995 wird daraus jährlich eine kumulierte CD-ROM veröffentlicht. Die 2007 erschienene 15. CD-ROM enthält mehr als 579 000 Werknachweise von ca. 30 000 Komponistinnen und Komponisten. Seit 2002 bietet die amerikanische Firma NISC, Inc., Baltimore, unter der Adresse www.nisc.com die Datenbank zur Serie A/II im Internet an. Die 1952 in Paris gegründete Organisation ist das größte und einzige global operierende Unternehmen zur Dokumentation schriftlicher musikalischer Quellen. In 32 Ländern beteiligen sich eine oder mehrere RISM-Arbeitsgruppen an diesem Projekt. Rund 100 Mitarbeiter beschreiben die musikalischen Quellen, die in ihren Ländern aufbewahrt werden. Die Arbeitsergebnisse geben sie an die RISM-Zentralredaktion in Frankfurt am Main weiter, welche die Titelmeldungen redaktionell bearbeitet und in der entsprechenden Serie veröffentlicht. Das Projekt wird zu den gegenwärtig bedeutendsten internationalen Gemeinschaftsprojekten der Musikwissenschaft gezählt und stellt eine einzigartige Pionierleistung der internationalen Quellenerschließung im Bereich der Geisteswissenschaften (Musikwissenschaft, Germanistik, Romanistik, Theaterwissenschaft) dar. RISM ist in der Fachwelt als zentrale Nachweisstelle für Quellen der Musikgeschichte anerkannt und 2001 für den UNESCO International Music Price nominiert worden.


