Ausstellung Klingende Denkmäler
Zur Edition. Klavierquintett op. 34.
Gesprächskonzert im Rahmen der Veranstaltungen des 60jährigen Jubiläums der Akademie, 2009

Johannes Brahms - Neue Ausgabe sämtlicher Werke

Träger Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Herausgeber Musikwissenschaftliches Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Verbindung mit der Johannes Brahms Gesamtausgabe e.V. und der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien; Projektleitung: Prof. Siegfried Oechsle, Kiel; Editionsleitung: Forschungsstelle Kiel
Hauptamtliche Wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Johannes Behr
Dr. Katrin Eich
Dr. Jakob Hauschildt
Dr. Michael Struck
Anschrift Johannes Brahms Gesamtausgabe, Forschungsstelle Kiel
Musikwissenschaftliches Institut der
Christian-Albrechts-Universität
Olshausenstraße 40
24098 Kiel
Telefon (0431) 880-2304
Telefax (0431) 880-1697
e-mail brahmsausgabe(at)email.uni-kiel.de
Verlag G. Henle Verlag, München
Umfang der Ausgabe Geplant sind mindestens 65 Notenbände mit eingebundenen Kritischen Berichten. Bisher sind 18 Notenbände erschienen. (Stand: Jahresbericht 2012)

Die neue Johannes Brahms Gesamtausgabe legt alle musikalischen Werke von Johannes Brahms vor. Darin eingeschlossen sind alternative Werkfassungen, die der Komponist unveröffentlicht ließ, sowie die von ihm angefertigten Bearbeitungen. Ziel der Ausgabe ist die Wiedergabe authentischer Werktexte, die von Schreib-, Kopisten- und Stichfehlern sowie unautorisierten Zusätzen befreit sind und den Intentionen des Komponisten so nahe wie möglich kommen. Die Johannes Brahms Gesamtausgabe soll für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Schaffen von Brahms eine ebenso verlässliche Grundlage schaffen wie für werktreue künstlerische Interpretation seiner Musik. Geplant sind mindestens 65 Notenbände mit eingebundenen Kritischen Berichten in 10 Serien. Neben den beiden hauptamtlichen wissenschaftlichen Mitarbeitern sind auch externe Bandherausgeber aus Europa und den USA an der Ausgabe beteiligt. Die Ausgabe zieht sämtliche erreichbaren Werkquellen heran. Auch fragmentarisch überlieferte Kompositionen, Entwürfe und Skizzen werden gesammelt, in ihrer Bedeutung untersucht und in angemessener Form dokumentiert. Korrekturen innerhalb der Werkniederschriften, die Aufschlüsse über den Kompositionsprozess geben, werden gleichfalls nachgewiesen. Im Unterschied zu anderen Komponisten hat Brahms Dokumente seiner kompositorischen Ausarbeitung weithin vernichtet. Die Geschichtlichkeit der Werke kommt nicht nur in ihrer Genese zum Vorschein. Vor dem jeweiligen gattungshistorischen Hintergrund sind auch der Veröffentlichungsprozess, die ersten Aufführungen sowie Tendenzen der ersten Rezeption zu erfassen. Der Bestand und die Überlieferung der biographischen Quellen stellt die Forschung in diesem Zusammenhang vor erhebliche Probleme: Ausführliche Tage- oder Notizbücher fehlen bei Brahms, und sein eigenhändiges Werkverzeichnis ist nur eingeschränkt aussagekräftig.