Informationen

- Ausstellung Klingende Denkmäler
Die Überlieferung von Opern in Handschriften

- Veranstaltungszyklus 2008
im Rahmen der Wiederaufführung von Glucks Oper "La Semiramide riconosciuta"

- Musik im Landtag, Mainz
Gluck-Abend 2002
Christoph Willibald Gluck - Sämtliche Werke
| Träger | Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. Vorsitzender der Kommission für Musikwissenschaft: Prof. Dr. Albrecht Riethmüller (Berlin) |
| Herausgeber | Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. Vorsitzender des Herausgeber-Gremiums: Prof. Dr. Christoph-Hellmut Mahling (Mainz) |
| Hauptamtliche Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen | Tanja Gölz M.A. Prof. Dr. Daniela Philippi |
| Anschrift | Gluck-Gesamtausgabe Akademie der Wissenschaften und der Literatur Geschwister-Scholl-Straße 2 55131 Mainz |
| Verlag | Bärenreiter-Verlag, Kassel |
| Umfang der Ausgabe | Geplant sind 57 Bände, davon 50 Notenbände mit in der Regel eingebundenen Kritischen Berichten, 3 separate Kritische Berichte und 4 Supplementbände; erschienen sind seit 1951 40 Bände. (Stand: Jahresbericht 2009) |
Aufgabe des Vorhabens ist die Herausgabe sämtlicher Werke von Christoph Willibald Gluck in einer wissenschaftlich-kritischen und zugleich musikalisch-praktischen Ausgabe, welche sich in 7 Abteilungen gliedert. Während die großen "Reformopern" inzwischen alle erschienen sind, wird derzeit vor allem an der Herausgabe der Opern der frühen und mittleren Schaffensperiode Glucks gearbeitet.

Diese Werke liegen in der Regel nur in zeitgenössischen handschriftlichen Abschriften vor; Autographe haben sich meist nicht erhalten. Da sie nie publiziert wurden und kein gedrucktes Notenmaterial zur Verfügung steht, fehlen die entsprechenden Werke auch bisher im Bühnenrepertoire. Neben der eigentlichen Editionsarbeit, die sowohl von internen als auch von externen Bandherausgebern durchgeführt wird, steht die weltweite Quellenforschung im Zentrum. So ist Vieles im Laufe der Arbeiten für die Ausgabe bereits neu entdeckt worden, darunter beispielsweise zahlreiche Ballette, deren Echtheit bzw. Zuschreibung zu Gluck aber noch untersucht werden muss.

Seit einigen Jahren wird in der Mainzer Arbeitsstelle der Gluck-Gesamtausgabe der Aufbau einer Quellendatenbank betrieben, deren Ziel es ist, sämtliche ermittelbare Quellen zum Œuvre Glucks, wobei es sich um Handschriften, Libretti und frühe Drucke handelt, zu erfassen und inhaltlich kurz zu beschreiben. Derzeit verfügt die Gluck-Gesamtausgabe über Angaben zu ca. 2000 handschriftlichen und 870 gedruckten Musikquellen sowie 540 Librettodrucken. Die Ermittlung anderer Quellenarten - wie Briefe und Dokumente etc. - wurde bislang nicht systematisch betrieben. Die Angaben zu musikalischen Quellen und den Libretti bilden die Grundlage für editorische Vorentscheidungen bei der Herausgabe von Werken. Neben Arbeiten zur Komplettierung der Datenbank richten sich weitere Bemühungen auf Erwerb und Archivierung von Microfilmen und Xerokopien der Quellen, die für die noch ausstehenden Werk-Editionen von Relevanz sind.
