›tierisch menschlich‹ von Carmen Stahlschmidt

Röhrender Hirsch, Tusche auf Leinwand, 140x90cm, 2015, von Carmen Stahlschmidt. 
Röhrender Hirsch von Carmen Stahlschmidt, Tusche auf Leinwand, 140x90cm, 2015.

Tier und Mensch werden in den unterschiedlichen Kunstformen dargestellt. Margret Augst und Hildegard Enders spielen Klavier und rezitieren: Frieder Meschwitz, Robert Schumann, Erik Satie, Claude Debussy, Petr Eben und Maurice Ravel, Text von Manfred Kyber. Besonders diese Musik inspirierte Carmen Stahlschmidt zu freien Arbeiten im Bereich der Zeichnung, Radierung und Skulptur.

»Man muss seine Natur nehmen, wie sie ist«, resümiert die Schildkröte in einem der Tiergebete in der Vertonung für Klavier und Sprecher, die am Beginn des Programms stehen. Doch nicht nur um Unverrückbares geht es in diesem Kunst-Literatur-Musik-Projekt. Die absurden Texte in den Klavierstücken ›Avant-Dernières Pensées‹ von Erik Satie ¬ nden hier gleichermaßen ihren Platz wie die feinsinnigen 4-händigen Klavierstücke ›Ma Mère L’Oye‹ von Maurice Ravel. Sein Portrait in Terrakotta kann man übrigens kennenlernen...

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung am 28. Januar 2016 um 18 Uhr - die bildende Kunst wird nur an diesem Abend mit Musik und Literatur verbunden sein. Die Künstlerinnen sind anwesend.

Mit Margret Augst und Hildegard Clara Enders (Musik) und Andreas Preywisch (Einführung).

In Kooperation mit dem Essenheimer Kunstverein.

Programm

Öffnungszeiten
29. Januar 2016 bis 1. April 2016
Mo−Do 9-12 | 14−16 Uhr
Fr 9−13 Uhr
Eintritt frei

 

›Farbe & Identität‹ von Rozbeh Asmani

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Rozbeh Asmani, Colourmarks, 2012–2015, C-Print auf Alu-Dibond, 49 × 49 cm, Auflage: 3 + 2 E.A. Courtesy: Galerie Werner Klein, Köln. Copyright: Rozbeh Asmani.

Der in Köln lebende Konzeptkünstler Rozbeh Asmani setzt sich intensiv mit der Ästhetik des Kapitalismus auseinander. Mit seiner bisher umfangreichsten Werkgruppe »Colourmarks« untersucht er sogenannte Farbmarken, die beim Deutschen Marken- und Patentamt angemeldet sind, um von Firmen für ihre Corporate Identity exklusiv verwendet zu werden.

2009 hatte Asmani selbst Erfahrungen mit dem Markengesetz machen dürfen, als er das Multiple »Shirin« konzipierte, eine im schwarzen Tschador verpackte Schokoladenfigur. Ursprünglich sollte die Figur mit lilafarbenem Stanniolpapier umwickelt werden. Da aber Lila im Zusammenhang mit Schokoladenherstellung nur für die Marke Milka zugelassen ist, wurde der Entwurf farblich modifiziert und zugleich entstand die Idee für seine umfassende Werkserie Colourmarks.

Rozbeh Asmani wurde 1983 in Shiraz (Iran) geboren. Von 2003–2009 studierte er Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 2012 machte er seinen Meisterschüler bei Prof. Günther Selichar. Als Postgraduierter an der Kunsthochschule für Medien in Köln erhielt er 2013 für seine Arbeit Colourmarks den Förderpreis. Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste hat Rozbeh Asmani 2015 als ersten Künstler in das Junge Kolleg aufgenommen. Seine Arbeiten wurden in namhaften Institutionen gezeigt, wie dem Kupferstichkabinett Berlin, dem Kunstmuseum Bonn und dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.

Zur Eröffnung der Ausstellung ›Farbe & Identität‹ von Rozbeh Asmani laden wir am 3. Mai 2016 um 18 Uhr herzlich ein. Der Künstler wird dazu anwesend sein. Eine Einführung wird die Kunstpublizistin Marianne Hoffmann geben. 

Zur Website von Rozbeh Asmani

Öffnungszeiten
4. Mai bis 24. Juni 2016

Mo−Do 9-12 | 14−16 Uhr
Fr 9−13 Uhr
Eintritt frei

 

›MEIN RADIO MOZART‹ von ROLAND SIEGRIST

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Roland Siegrist, Nr. 129, Aquarell, Filzschreiber, 19,5 x 16 cm.

Die Ausstellung zeigt 349 Aquarelle des Grafikkünstlers Roland Siegrist. Er hörte sich ein Jahr lang alle Kompositionen von Mozart an, die in den Programmen der Radiosender SWR 2, HR 2 und Bayern Klassik gesendet wurden. Die von ihm unmittelbar nach den Rundfunkübertragungen angefertigten Sendeprotokolle er fassen jeweils das Datum, die Bezeichnung der Komposition, das Köchelverzeichnis und die Interpreten. Eine intuitiv gewählte Farbe ergänzt die Aufzeichnung des Gehörten. Die Farbe ist der Versuch, das Gehörte fassbar zu machen, das Geschriebene zeigt das Profane der Radiosendung. Der Gra­ ker Roland Siegrist, geboren 1941 in Basel, lehrte als Professor im Fach Design von 1973 bis 2006 an der Hochschule Mainz. Auslandsaufenthalte führten ihn an die University of Utah, Salt Lake City und an die Pyongtaek University, Korea. Er kuratierte mehrere Ausstellungen in Mainz, unter anderem im Gutenberg Pavillon im Jahr 2000 oder für den Mainzer Kunstverein, dessen Leiter er von 1976 bis 1982 war. Auch auf internationaler Ebene wirkte er als Kurator und war an zahlreichen Kunstprojekten in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Italien beteiligt.

Die Ausstellung wird mit einem Künstlergespräch zwischen Roland Siegrist und Philipp Mosetter eröffnet. Philipp Mosetter, der sechs Jahre an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien mit Studierenden im Bereich Text und Konzeption gearbeitet hat, findet für Agenturen und Auftraggeber die richtigen Worte. Er lebt als freier Autor und Schauspieler in Frankfurt und Wien.

Öffnungszeiten
14. September bis 14. Oktober 2016
Mo−Do 9-16
Fr 9−13 Uhr
Eintritt frei

 

Fotoausstellung ›Zwischen Erde und Himmel. Religion im 20. Jahrhundert‹ von Barbara Klemm

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Spanien 1973: Calvario in Galizien @Barbara Klemm

Wir laden herzlich zur Eröffnung der Ausstellung ›Zwischen Erde und Himmel. Religion im 20. Jahrhundert‹ von Barbara Klemm am 09. November 2016 um 18 Uhr ein. Anlässlich dessen erwartet Sie ein Ausstellungsgespräch von Barbara Klemm mit dem Theologen Prof. Dr. Johannes Meier.

Barbara Klemm hat als Redaktionsfotografin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung jahrzehntelang Deutschland und die Welt bereist. Sie besuchte politische Schauplätze und diplomatische Bühnen, Großstädte und Dörfer, Straßen und Märkte, Fabriken, Schulen und Kirchen. Oft war sie in Osteuropa, in den Mittelmeerländern, in Lateinamerika unterwegs. Ihre Schwarz-Weiß-Fotografien sind vielen Lesern vor allem aus dem politischen Teil der FAZ und aus der Beilage ›Bilder und Zeiten‹ in Erinnerung. Sie entwickelte einen spezifischen Stil des gestaltenden, konstruktiven Sehens. Empathie und humane Sicht zeichnen ihre Fotografien aus. Am Rande großer Ereignisse der Zeitgeschichte nimmt sie den Alltag im Kleinen, kuriose Begebenheiten, mystische Augenblicke wahr.

Die Ausstellung im Foyer der Akademie vermittelt mit 33 ihrer Fotografien aus der Zeitspanne von 1970 bis 2006 ungewohnte Blicke auf die Präsenz von Religion ›zwischen Erde und Himmel‹.

 

Öffnungszeiten
31. Oktober 2016 bis 13. Januar 2017
Mo−Do 9−16
Fr 9−13 Uhr
Eintritt frei